Studie - Wall Street dürfte 2016 Stellen abbauen und Boni kürzen
New York (APA/Reuters) - Die Banker an der Wall Street werden einer Studie zufolge in diesem Jahr den Gürtel wohl enger schnallen müssen. We...
New York (APA/Reuters) - Die Banker an der Wall Street werden einer Studie zufolge in diesem Jahr den Gürtel wohl enger schnallen müssen. Wegen eines anhaltend schwierigen Marktumfelds sind Stellenstreichungen und niedrigere Boni zu erwarten, wie eine Untersuchung der auf Vergütungsberatung spezialisierten Firma Johnson Associates ergab.
Im Geschäft mit Wertpapieremissionen werden die Sonderzahlungen demnach wahrscheinlich um 15 bis 20 Prozent zurückgehen, im Beratungsgeschäft um zehn bis 15 Prozent. Die Boni für Händler könnten bis zu 20 Prozent fallen. Dagegen winke Mitarbeitern in Filialen und Kreditgeschäft eine Erhöhung um bis zu fünf Prozent.
Als wichtige Faktoren für die Bonuspolitik werden in der Studie neben der Geschäftsaktivität auch der Ausgang der US-Präsidentenwahl sowie die Unsicherheit über die Entwicklung der Zinsen und der Weltmärkte genannt. Die Geldhäuser haben einen schwierigen Jahresstart hinter sich. Auf die Gewinne drücken die niedrigen Zinsen und der Abschwung an den Rohstoffmärkten. 2015 hatte es an der Wall Street erstmals seit fünf Jahren einen Stellenaufbau gegeben. Zugleich war der Topf für Bonuszahlungen um drei Prozent gewachsen.