Mietnachlässe in Russland: Atrium erlöste zum Jahresstart weniger
Wien/Saint Helier (APA) - Das Russland-Geschäft macht der Immobilienfirma Atrium, Nachfolgegesellschaft der Meinl European Land (MEL), weite...
Wien/Saint Helier (APA) - Das Russland-Geschäft macht der Immobilienfirma Atrium, Nachfolgegesellschaft der Meinl European Land (MEL), weiter Sorgen. Im ersten Quartal gewährte Atrium Mietern in Russland Nachlässe, was die Nettomieterlöse im gesamten Konzern um 3,4 Prozent auf 47,3 Mio. Euro drückte. Der Gewinn stieg dank Sondereffekten sprunghaft von 15,2 Mio. auf 26,3 Mio. Euro an.
Einer dieser Sondereffekte war eine Neubewertung in Höhe von 3,7 Mio. Euro, im Vorjahreszeitraum hatte Atrium Immobilien um 4,4 Mio. Euro abgewertet. Außerdem spülten Verkäufe in Tschechien Geld in die Kasse, erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Atrium will sich nun auf größere Einkaufszentren in Osteuropa, mit denen sich gut verdienen lässt, konzentrieren.
Das Thema Meinl hat in der Bilanz der Atrium erneut Spuren hinterlassen. Die Anwaltskosten für „Altlasten“ sind um 3,2 Mio. Euro gestiegen, heißt es im Geschäftsbericht. Gegen Atrium und die Meinl Bank laufen auch acht Jahre nach dem MEL-Skandal noch einige Anlegerverfahren. Die beiden Firmen wollen sich jetzt über eine niederländische Stiftung mit den Klägern vergleichen und haben dafür 60 Mio. Euro reserviert, die Anmeldefrist läuft bis 17. Juli. Wer das Angebot annimmt, muss seine Klage und auch seinen Privatbeteiligtenanschluss im immer noch laufenden Strafverfahren gegen Julius Meinl und Co. zurückziehen.
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