Nepal-Wiederaufbau noch lange nicht abgeschlossen
Die Nepalhilfe sammelt weiter für die Opfer des Erdbebens vor einem Jahr.
Innsbruck, Kathmandu –Ein Jahr nach dem großen Erdbeben herrscht in Nepal in vielen Gebieten noch immer große Armut und Not. „In den Tourismusgebieten hat sich zwar viel getan und die Menschen haben mit ihrem Optimismus und Fleiß ihre Häuser und Lodges, zum Teil auch Stupas und Chorten wieder aufgebaut“, sagt Wolfgang Nairz von der Nepalhilfe Tirol.
In Gegenden, wo es keinen Tourismus gibt, sieht die Welt allerdings anders aus. Die Menschen leben zum Teil in provisorisch errichteten Hütten und sind erst langsam dabei, ihre Häuser wieder aufzubauen, berichtet der Nepalexperte. Staatliche Hilfe gibt es nach wie vor nicht und die Gelder aus internationalen Spenden sind immer noch nicht ausbezahlt. „Die Menschen arbeiten neben dem Wiederaufbau auf ihren Feldern, aber zum Teil hat man das Gefühl, man geht durch ,Geisterdörfer‘, weil einfach das fröhliche, unbeschwerte Leben, wie wir es von den Nepali gewohnt sind, fehlt“, erzählt Nairz. Umso mehr sei es nun notwendig, in diesen tourismusfernen Regionen zu helfen. Deshalb wird die Nepalhilfe Tirol auch den Wiederaufbau der Bung Clinic unterstützen.
Die Bung Clinic, drei Tage von Phaplu entfernt im unteren Solu Khumbu, wurde von Sir Edmund Hillary 1989 erbaut und beim Erdbeben zerstört. Auch die Hillary Stiftung Deutschland unterstützt den Wiederaufbau, der für die rund 4500 Bewohner in der näheren und ca. 21.000 Bewohner in der weiteren Umgebung wichtig ist. Der Wiederaufbau des Hospitals in Khunde beginnt Ende Mai, und bei der Maya School in Sindhupalchok wurden die Arbeiten bereits begonnen. Nachdem bürokratische Probleme bei der Visaausstellung gelöst wurden, ist laut Nairz auch das „Sherpaprojekt 2016“ auf Schiene. Dabei können Sherpas während des Sommers auf Tiroler Almen und in Hütten arbeiten.
Spendenkonto der Nepalhilfe: IBAN AT86 3600 0000 0064 5895. BIC RZTI22. (TT)