Lammeralm-Pächter insolvent: Schneemangel in der Steiermark Ursache
Köflach/Langenwang (APA) - Der neue Pächter der Liftanlagen auf der Mürztaler Lammeralm, die Liquid Sports GmbH aus Köflach, ist insolvent. ...
Köflach/Langenwang (APA) - Der neue Pächter der Liftanlagen auf der Mürztaler Lammeralm, die Liquid Sports GmbH aus Köflach, ist insolvent. Das Unternehmen, das vorwiegend Sportgeräte verliehen hatte, hält derzeit nur noch den Thermenshop bei der Therme Nova in Köflach geöffnet, teilten die Kreditschützer von AKV und KSV1870 am Mittwoch mit. Für den Skibetrieb auf der Lammeralm gibt es dennoch noch Hoffnung.
Die Liquid Sports hatte zuletzt noch vier Mitarbeiter, Passiva in der Höhe von rund 424.000 Euro und Aktiva in der Höhe von etwa 36.500 Euro. Man führte den Skibetrieb in der Saison 2015/2016 auf der Lammeralm, hatte damit aber gleich im ersten Jahr wenig Erfolg, da der Schnee ausblieb. Es seien gerade einmal 10.000 bis 15.000 Euro eingenommen worden, aber die Fixkosten hätten sich auf etwa 280.000 Euro belaufen, hieß es seitens des AKV, der sich auf Zahlen des Unternehmens bezog. Der Verlust ist als Insolvenzursache anzusehen. Der Pachtvertrag für den Thermenshop dagegen läuft noch bis 30. Juni 2016, spätestens dann dürfte aber auch dieser geschlossen werden.
Zuvor hatte das Unternehmen einen Skiverleih auf der Hebalm im steirisch-kärntnerischen Grenzgebiet Anfang 2015 aufgeben müssen, weil die Liftanlagen mangels Profit abgebaut worden waren. Nach dem Alpl (Februar 2014), der Aflenzer Bürgeralm (April 2014), der Mariazeller Bürgeralm (Mai 2014) und dem Skigebiet St. Lambrecht-Grebenzen (November 2014) handelt es ich um die fünfte Insolvenz eines Skigebietes bzw. eines Betreibers eines Skigebietes in der Steiermark in den vergangenen Jahren.
Für die Skitouristen auf der Lammeralm besteht aber noch Hoffnung: Daniel Andreas Dittrich, der auch schon den Liftbetrieb auf der Hebalm retten wollte und auch beim Projekt Lammeralm der Liquid Sports GmbH unterstützend gewirkt hatte, führe noch Gespräche, sagte er am Mittwoch zur APA. Er spreche für mehrere Investoren, die aber nicht namentlich genannt werden wollen.