Portugal und Spanien müssen übermäßige Defizite 2016/2017 korrigieren

Brüssel (APA) - Portugal und Spanien erhalten vorläufig keine Sanktionen wegen ihrer prekären Wirtschaftslage. Die EU-Kommission forderte in...

Brüssel (APA) - Portugal und Spanien erhalten vorläufig keine Sanktionen wegen ihrer prekären Wirtschaftslage. Die EU-Kommission forderte in ihren länderspezifischen Empfehlungen die beiden iberischen Staaten auf, ihre übermäßigen Defizite 2016 und 2017 nachhaltig zu korrigieren. Dabei müssten auch Mitnahmeeffekte für die Reduktion der Budgets und der Schulden genützt werden.

Spanien und Portugal erhalten bis Juli Zeit für die Nachbesserung. Dann werde die Kommission die Lage neu bewerten, hieß es am Mittwoch in Brüssel.

Die länderspezifischen Empfehlungen der EU-Kommission sollen dazu dienen, die Wirtschaft der Europäischen Union zu stärken und Fehlentwicklungen hinzuhalten. Der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, erklärte, generell habe sich die Lage zwar verbessert - von einem Defizitstand von 6,1 Prozent im Jahr 2010 auf nunmehr 1,9 Prozent im laufenden Jahr, doch seien weitere Anstrengungen bei Strukturreformen, Modernisierung der Arbeit, Stärkung der Beschäftigung notwendig.

EU-Wirschafts- und Steuerkommissar Pierre Mocsocivic sagte, ein langsameres globales Wachstum und wachsende Unsicherheiten müssten raschere Anstrengungen zur Stärkung der europäischen Wirtschaft nach sich ziehen.