Europas Leitbörsen zu Mittag moderat im Minus

Frankfurt am Main (APA) - An den europäischen Leitbörsen gab es am Mittwoch im Mittagshandel überwiegend leichte Kursverluste zu beobachten....

Frankfurt am Main (APA) - An den europäischen Leitbörsen gab es am Mittwoch im Mittagshandel überwiegend leichte Kursverluste zu beobachten. Negative Vorgaben aus Übersee lasteten auf der Stimmung. Der Euro-Stoxx-50 konnte sein anfängliches Minus etwas eingrenzen und notierte gegen 13.15 Uhr um moderate 2,62 Einheiten oder 0,09 Prozent leichter bei 2.935,47 Punkten.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen mit 9.883,46 Punkten und minus 6,73 Einheiten oder 0,07 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London verlor um 20,62 Zähler oder 0,33 Prozent und steht nun bei 6.147,15 Stellen.

Zinsspekulationen hatten bereits am Dienstag an der Wall Street die Kurse belastet. Ausgelöst wurden die Sorgen um eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank von den jüngsten Aussagen wichtiger Notenbanker sowie von gut ausgefallenen US-Daten. In Japan kam indessen nach überraschend gut ausgefallenen Wachstumsdaten die Befürchtung auf, dass die Regierung und die Bank of Japan (BoJ) keine weiteren Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur ergreifen könnten.

Im Hinblick auf die gestrigen US-Zinssorgen wird sich der Blick der Anleger heute datenseitig auf das am Abend anstehende Protokoll der vergangenen US-Notenbanksitzung richten. Die Analysten der Helaba erwarten aber nicht, dass das Protokoll Hinweise auf eine Zinserhöhung der Fed bereits im Juni geben wird.

Aus der Eurozone kamen am Vormittag Inflationsdaten. Wie erwartet ist die Inflation in der Eurozone im April wieder in den negativen Bereich gefallen. Die Verbraucherpreise gingen verglichen mit dem Vorjahresmonat um 0,2 Prozent zurück. Das Amt bestätigte damit eine erste Schätzung und die Prognosen der Experten. Im Vormonat hatten die Preise auf Jahressicht stagniert.

Etwas Unterstützung für die Märkte kam von einem sinkenden Euro-Dollar-Kurs, hieß es aus dem Handel. Die Gemeinschaftswährung ist zur Wochenmitte deutlich unter 1,13 Dollar gerutscht. Vor allem für exportorientierte Konzerne an der Börse wird ein schwächerer Euro positiv gesehen.

Unternehmensseitig blickten die Anleger auf die UniCredit. Gerüchte über einen möglichen Chefwechsel in der Bank haben die Aktie am Vormittag zeitweise um rund zwei Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2012 gedrückt. Zuletzt notierte die Aktie aber wieder mit 0,50 Prozent im Plus. Italienische Medien hatten am Mittwoch über Pläne berichtet, CEO Federico Ghizzoni zu ersetzen.

Ein deutlicheres Plus gab es in Mailand bei Fiat Chrysler zu verbuchen. Die Aktien des Autobauers zogen um 3,49 Prozent an, nachdem die Zeitung „Il Giornale“ berichtet hatte, dass der chinesische Fiat-Partner Guangzhou den Kauf eines Anteils am italienischen Konzern erwägt.

Zahlen kamen indessen von Burberry. Der britische Luxusmodekonzern hat für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Rückgang beim Vorsteuergewinn um 10 Prozent gemeldet. Die Titel sackten um deutliche 5,42 Prozent ab.

Auch bei SABMiller ging der Vorsteuergewinn in den zwölf Monaten bis Ende März um 16 Prozent zurück. Belastet wurden die Ergebnisse vom starken US-Dollar. Dennoch erhöhten sich die Titel um 0,27 Prozent. Die im Euro-Stoxx-50 notierte Aktie des Branchenkollegen AB Inbev, der vor der Übernahme von SABMiller steht, fiel indessen um 0,73 Prozent.

Im Zuge schwacher Metallpreise gerieten in London zudem Minenwerte unter Druck: Anglo American büßten 5,44 Prozent ein, Glencore fielen um 4,59 Prozent und Rio Tinto gaben 2,78 Prozent ab.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA316 2016-05-18/13:25