Prozess gegen drei Ärzte in Graz 2 - Gutachter: „Multiorganversagen“

Graz (APA) - Der medizinische Sachverständige, Peter Grabuschnigg, erläuterte die genaue Ursache des Todes des Grazer Unternehmers. Der Koma...

Graz (APA) - Der medizinische Sachverständige, Peter Grabuschnigg, erläuterte die genaue Ursache des Todes des Grazer Unternehmers. Der Komapatient war an einem Multiorganversagen gestorben, das offenbar auf die vertauschte Spritze zurückzuführen war, so der Pathologe.

Die Injektion habe zu einer „toxischen Schädigung im Bereich des Zentralnervensystems“ geführt, erklärte Grabuschnigg. Lähmungserscheinungen, darunter auch Nierenversagen, waren die Folge, die konkrete Todesursache war dann ein Sauerstoffmangel des Herzens.

„Er war vorher keineswegs ein gesunder Mensch“, führte der Sachverständige aus. Der 83-jährige Patient war wegen seiner Leukämie in Behandlung gewesen. „Es gibt aber keinen Hinweis darauf, ob der Tod erfolgt wäre, wenn die Spritze nicht gegeben worden wäre“, formulierte es Grabuschnigg in aller Deutlichkeit.

Die behandelnde Ärztin blieb dabei, dass sie sich nicht schuldig fühlen würde. Sie habe einen Arzt, der ihr anstelle der Fieberkurve mitgegeben worden war, gefragt, ob das die Spritzen seien und er hätte bejaht. Der Mediziner konnte sich bei der vorigen Verhandlung an eine solche Frage nicht erinnern.

Ein Urteil wurde für den Abend erwartet.