200.000 Euro für die Kleinwasserkraft
Assling – Erwin Lukasser betreibt im Kristeinertal seit gut fünfundzwanzig Jahren eines von 136 Kleinwasserkraftwerken in Osttirol. Insgesam...
Assling – Erwin Lukasser betreibt im Kristeinertal seit gut fünfundzwanzig Jahren eines von 136 Kleinwasserkraftwerken in Osttirol. Insgesamt gibt es in Tirol 850 solcher Stromerzeuger, und sie produzieren immerhin ein Viertel des täglichen Bedarfs.
Mit Unterstützung durch Wasser Tirol konnte das Asslinger Kraftwerk in den letzten zwei Jahren auf den technisch und ökologisch neuesten Stand gebracht werden: Die Peltonturbine wird nun von drei Wasserdüsen bestrahlt, und eine Fischaufstiegshilfe sichert an der Wasserfassung den Tierbestand. 370 Kilowatt leistet der Generator und kann mit 2,24 Mio. Kilowattstunden rechnerisch drei Viertel aller Haushalte in der Gemeinde versorgen. Für Landesrat Josef Geisler ist das revitalisierte Kleinkraftwerk ein Paradebeispiel dafür, wie das Ziel der Energieautonomie bis 2050 Realität werden könnte. „Wir untersuchen bereits bestehende Anlagen, und wenn sie wir hier Potenzial zur Aktualisierung bieten, fördern wir sie entsprechend. Betreiber und Umwelt profitieren gleichermaßen.“ Die Kleinwasserkraft sei in Tirol ein Kulturgut mit hundertjähriger Geschichte, so Geisler.
Die Revitalisierung kostete 200.000 Euro. 30.000 Euro davon entfielen allein auf die notwendigen Verfahrens-, Genehmigungs- und Gutachterkosten. (bcp)