Konflikte

Nato prüft Rückkehr in den Irak - Ausweitung von Ausbildungseinsatz?

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.
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Die NATO prüft derzeit auf Ansuchen der irakischen Regierung, ob das Trainingsprogramm fürs irakische Militär ausgeweitet werden kann.

Brüssel – Der Irak könnte von der Nato zusätzliche Unterstützung im Kampf gegen die Terrormiliz IS (Daesh) erhalten. Nach Angaben von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg prüft das Bündnis auf Antrag der Regierung in Bagdad eine Ausweitung des Trainingsprogrammes für irakische Militärs. Diese könnten künftig nicht mehr nur im Ausland, sondern auch im Irak selbst ausgebildet werden.

Das aktuelle Trainingsprogramm war im vergangenen Sommer beschlossen worden. In seinem Rahmen bildeten Nato-Soldaten zuletzt mehrere hundert irakische Offiziere in Jordanien aus.

„Ich denke (...), wir sollten uns mehr und mehr darauf konzentrieren, wie wir Sicherheitskräfte vor Ort in die Lage versetzen können, dass sie ihr eigenes Land und sich selbst verteidigen können“, sagte Stoltenberg am Mittwoch. Gespräche zu dem Thema solle es an diesem Donnerstag und Freitag beim Nato-Außenministertreffen in Brüssel geben.

Eine Nato-Ausbildungsmission für irakische Truppen im Land selbst hatte es zuletzt zwischen 2004 und 2011 gegeben. (dpa)