Aufgehellte Stimmung an der Wall Street hievt Europas Börsen ins Plus
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben den Handel am Mittwoch überwiegend im grünen Bereich beendet. Eine aufgehellte S...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben den Handel am Mittwoch überwiegend im grünen Bereich beendet. Eine aufgehellte Stimmung an der Wall Street sorgte im Späthandel auch in Europa für Auftrieb, fast alle Indizes schafften am Nachmittag den Sprung ins Plus.
Der Euro-Stoxx-50 schloss um 0,62 Prozent höher bei 2.956,43 Punkten. Aus der Reihe tanzte lediglich der britische FTSE-100, der mit einem minimalen Minus von 0,03 Prozent aus der Sitzung ging.
Im Tagesverlauf hatten noch negative Vorgaben von den Überseebörsen belastet. An der Wall Street hatten am Dienstag die Aussagen wichtiger Notenbanker Sorgen um eine baldige Zinserhöhung ausgelöst und auch in Japan verhinderten Zinsspekulationen Kursgewinne. Nach überraschend gut ausgefallenen Wachstumsdaten kam in Fernost die Befürchtung auf, dass die Zentralbank nun keine weiteren Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur mehr ergreifen könnte.
Die Inflationsdaten aus der Eurozone lieferten keine Impulse. Wie erwartet ist die Inflation in der Eurozone im April wieder in den negativen Bereich gerutscht. Die Verbraucherpreise gingen verglichen mit dem Vorjahresmonat um 0,2 Prozent zurück. Das Amt bestätigte damit eine erste Schätzung. Gewartet wurde am Markt außerdem auf das heute Abend zur Veröffentlichung anstehende Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed.
Im Euro-Stoxx-50 führten Nokia mit plus 2,91 Prozent die Liste der Kursgewinner an. Der ehemalige Handy-Pionier kehrt mit der neu gegründeten Firma HMD Global zurück auf den Smartphone-Markt. Auch das Geschäft mit Tablet-Computern soll über HMD laufen. Damit geht Nokia kein finanzielles Risiko ein - nach eigenen Angaben wird es keine Investitionen in HMD tätigen und an dem Unternehmen auch keine Anteile halten. HMD Global gehört demnach „Investoren“, deren Namen nicht offen gelegt wurden.
Gut gesucht waren außerdem europaweit Bankwerte. Intesa Sanpaolo zogen um 2,66 Prozent an, Deutsche Bank gewannen 2,32 Prozent und ING Groep stiegen um 2,02 Prozent. UniCredit erhöhten sich um 0,71 Prozent. Im Frühhandel wurde die Aktie noch nach Gerüchten über einen möglichen Chefwechsel um rund zwei Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2012 gedrückt. Italienische Medien hatten über Pläne berichtet, CEO Federico Ghizzoni zu ersetzen.
Auch BNP Paribas stiegen um 1,48 Prozent. Insidern zufolge will die französische Großbank heuer rund fünf Prozent ihrer Stellen im Londoner Investmentbanking abbauen. Die Zahl der Mitarbeiter werde dort um rund 170 auf etwa 3.100 sinken, dafür würden in Polen würden knapp 180 Banker eingestellt. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Länder mit niedrigeren Löhnen steht vor dem Hintergrund, dass die BNP Paribas in den kommenden drei Jahren in der Sparte eine Milliarde Euro einsparen will.
Auch die Autobranche erhielt die Aufmerksamkeit der Anleger. Die Titel von Fiat Chrysler zogen moderate 0,16 Prozent an, nachdem die Zeitung „Il Giornale“ berichtet hatte, dass der chinesische Fiat-Partner Guangzhou den Kauf eines Anteils am italienischen Konzern erwägt. Indessen sackten BMW 0,80 Prozent ab. Kläger in den USA fordern wegen angeblicher Sicherheitsmängel einen sofortigen Verkaufsstopp für bestimmte Modelle des BMW-Elektroautos i3.
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Index Änderung Änderung Zuletzt
Punkte Prozent Wien ATX 2.211,36 4,20 0,19 2.207,16 Frankfurt DAX 9.943,23 53,04 0,54 9.890,19 London FT-SE-100 6.165,80 -1,97 -0,03 6.167,77 Paris CAC-40 4.319,30 21,73 0,51 4.297,57 Zürich SPI 8.623,71 60,69 0,71 8.563,02 Mailand FTSEMIB 17.713,62 214,74 1,23 17.498,88 Madrid IBEX-35 8.775,10 76,40 0,88 8.698,70 Amsterdam AEX 434,46 2,16 0,50 432,30 Brüssel BEL-20 3.353,17 2,45 0,07 3.350,72 Stockholm SX Gesamt 1.340,93 9,22 0,69 1.331,71 Europa Euro-Stoxx-5 2.956,43 18,34 0,62 2.938,09
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Euro-Stoxx 316,58 1,67 0,53 314,91 ~
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