Prozess um sexuelle Übergriffe in Hamburger Silvesternacht

Hamburg (APA/dpa) - In einem weiteren Prozess um sexuelle Übergriffe in der Silvesternacht muss sich in Deutschland seit Donnerstag ein 30-j...

Hamburg (APA/dpa) - In einem weiteren Prozess um sexuelle Übergriffe in der Silvesternacht muss sich in Deutschland seit Donnerstag ein 30-jähriger Afghane in Hamburg vor Gericht verantworten. Er wies über seinen Anwalt alle Vorwürfe zurück.

Der Angeklagte soll am 1. Jänner gegen 1.00 Uhr im Hamburger Amüsierviertel an der Reeperbahn eine 18-Jährige an der Hüfte gepackt haben, damit bisher unbekannte Täter sie im Intimbereich berühren konnten. Zuerst soll er so getan haben, als wolle er der von mehreren Männern bedrängten jungen Frau helfen.

Außerdem habe er das Getümmel an der Reeperbahn ausgenutzt, um eine 24-Jährige am Gesäß und im Intimbereich zu berühren. Der Afghane war am 21. Jänner als erster Tatverdächtiger im Zusammenhang mit den Silvesterübergriffen in Hamburg verhaftet worden. Insgesamt waren laut Polizei 243 Strafanzeigen von 403 Frauen eingegangen.

Zum Jahreswechsel war es in verschiedenen deutschen Städten zu massenhaften Übergriffen auf Frauen gekommen, die meisten Fälle wurden aus Köln gemeldet. Die mutmaßlichen Täter wurden zumeist als arabisch-nordafrikanischer Herkunft beschrieben.