Egyptair - Regierungskreise: Vermisstes Flugzeug abgestürzt

Kairo/Athen/Paris (APA/dpa/AFP) - Das vermisste ägyptische Passagierflugzeug ist nach Informationen aus Regierungskreisen in Kairo abgestürz...

Kairo/Athen/Paris (APA/dpa/AFP) - Das vermisste ägyptische Passagierflugzeug ist nach Informationen aus Regierungskreisen in Kairo abgestürzt. Dies hätten erste Suchergebnisse ergeben. Die Absturzursache sei noch unklar. Es könne sich sowohl um technisches Versagen als auch einen Terroranschlag handeln.

Das Flugzeug der Airline Egyptair war am späten Mittwochabend mit 66 Menschen an Bord von Paris nach Kairo gestartet. Der Kontakt brach nach Angaben der Fluggesellschaft 280 Kilometer vor dem ägyptischen Festland ab. Aus Kreisen der griechischen Flugsicherung verlautete, dass zuletzt Kontakt zu der Maschine bestand, als sie die Insel Nea nahe Athen überflog. Dieser Quelle zufolge soll der Airbus 320A zwischen der ostägäischen Insel Karpathos und Kairo abgestürzt sein, als sie sich bereits im ägyptischen Luftraum befand. Die Maschine sei um 2.29 MESZ vom Radar der griechischen Luftraumüberwachung verschwunden.

Nach Egyptair-Angaben sendete die Passagiermaschine noch ein automatisches Notsignal, dieses hätten Rettungskräfte des Militärs um 4.26 Uhr erhalten. Die Armee bestritt jedoch, Notrufmitteilungen bekommen zu haben. Auch der ägyptische Luftfahrtminister Scharif Fathi dementierte am Vormittag, dass ein Notsignal abgesetzt worden sei. Nach Angaben der Fluggesellschaft verschwand die Maschine um 2.45 Uhr vom Radar. Die Maschine hätte um 3.15 Uhr in Kairo landen sollen.

Egyptair gab die Nationalitäten der gelisteten 56 Passagiere des vermissten Flugs MS804 bekannt. 30 von ihnen kamen aus Ägypten, 15 sind Franzosen, außerdem zwei Iraker. Laut Egyptair waren zudem ein Brite, ein Belgier und ein Portugiese an Bord gelistet. Hinzu kommt jeweils ein Passagier aus Kanada, Kuwait, Saudi-Arabien, dem Sudan, dem Tschad und Algerien. Außerdem befanden sich offiziellen Angaben zufolge sieben Crewmitglieder und drei Sicherheitsleute an Bord.

Angaben aus Kairoer Behördenkreisen zufolge entsandte die Armee Flugzeuge, um das Gebiet der vermuteten Absturzregion über dem Mittelmeer abzusuchen. Auf der Internetseite Flightradar24 ist die Flugroute bis zum Abbruch der Kommunikation nachgezeichnet. Diese endet abrupt über dem Mittelmeer zwischen Kreta, Zypern und dem ägyptischen Festland. Auch zwei Flugzeuge der griechischen Luftwaffe und eine griechische Fregatte nehmen laut griechischen Medienberichten an der Suche nach dem Airbus teil. Die Suchaktion sei mit den ägyptischen Behörden vereinbart worden, hieß es.