Denzel fuhr wieder mehr Umsatz und Gewinn ein
Wien (APA) - Der österreichische Autohändler Denzel verkaufte im vergangenen Geschäftsjahr wieder mehr und fuhr mit einem Plus von 4 Prozent...
Wien (APA) - Der österreichische Autohändler Denzel verkaufte im vergangenen Geschäftsjahr wieder mehr und fuhr mit einem Plus von 4 Prozent einen Umsatz von 650 Mio. Euro ein. Über 40.000 Fahrzeuge wechselten den Besitzer, unterm Strich blieb ein Gewinn von 10,6 Mio. Euro, so Denzel in einer Aussendung am Donnerstag. Zu schaffen macht dem Importeur unter anderem die Suche nach geeigneten Mitarbeitern.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich 2015 auf 14,4 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 10,2 auf 10,6 Mio. Euro. Das Eigenkapital der Denzel-Gruppe wurde auf 129 Mio. Euro erhöht, auch die Tochterfirmen hätten Ergebniszuwächse erzielt. „Das Bankhaus Denzel wies Ende 2015 mit einem Finanzierungsvolumen von 256 Millionen Euro ein neues Rekordniveau aus“, hebt Gregor Strassl, Vorstandssprecher der Wolfgang Denzel Holding AG, hervor.
Bei Denzel sind über 1.000 Mitarbeiter beschäftigt, jährlich werden etwa 70 Lehrlinge ausgebildet. Doch geeignetes Personal zu finden, gestalte sich zunehmend schwierig. „Wenn junge Menschen, die bei uns arbeiten möchten, weder richtig lesen noch die einfachsten Rechenaufgaben lösen können, haben sie es am Arbeitsmarkt schwer. Das ist sowohl für die Jugendlichen als auch für heimische Unternehmen eine bedrohliche Situation“, sagt Strassl und appelliert an die Regierung und insbesondere an die Bildungspolitik.
Von der neuen Bildungsministerin erwarte man sich rasche Änderungen. Dass Bewerber nicht sinnerfassend lesen können oder die Grundrechenarten beherrschen, sei nicht nur in der Autobranche ein Problem, sondern auch in der Industrie und im Gewerbe.
„Herausfordernd“ war laut Strassl auch die gedämpfte Investitionsbereitschaft aufgrund „außergewöhnlicher Rahmenbedingungen wie Flüchtlingskrise, globale Terroranschläge, Rekordarbeitslosigkeit, Bankenkrise sowie die medial omnipräsenten möglichen Grexit- und Brexitszenarien“.