Züblin mit deutlich verbesserten aber nach wie vor roten Zahlen

Zürich (APA/sda) - Die Schweizer Immobiliengesellschaft Züblin konnte sich im vergangenen Geschäftsjahr deutlich steigern. Das Unternehmen v...

Zürich (APA/sda) - Die Schweizer Immobiliengesellschaft Züblin konnte sich im vergangenen Geschäftsjahr deutlich steigern. Das Unternehmen verringerte den Verlust von 212,2 auf 18,9 Mio. Franken (16,41 Euro Mio. ) und konnte im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr auch die Bilanz sanieren.

In den fortgeführten Geschäftsbereichen erreichte Züblin mit 7,7 Mio. Franken sogar einen Gewinn, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Mieteinnahmen aus den fortgeführten Geschäftsbereichen sank zwar um 2,8 Mio. Franken auf 18,7 Mio. Franken. Dieser Rückgang ist gemäß Mitteilung jedoch primär auf Liegenschaftsverkäufe und den Einfluss des Wechselkurses Franken-Euro zurückzuführen.

Die in diesem Geschäft entscheidende Leerstandsquote konnte Züblin dagegen deutlich von 13,7 Prozent auf 9,0 Prozent senken. Als Grund dafür gibt Züblin insbesondere die gute Entwicklung bei der Vermietungen in Deutschland an. Die Immobiliengesellschaft hat aber auch von positiven Neubewertungseffekten in der Höhe von 7,8 Mio. Franken profitiert.

Beim Betriebsgewinn (EBIT) erreichte Züblin ein Ergebnis von 18,1 Mio. Franken nach einem bewertungsbedingten Verlust von 22,9 Mio. Franken im Vorjahr.

Bei Züblin ist vieles im Umbruch, seitdem der russische Investor Viktor Vekselberg im Sommer 2014 das Management und den Verwaltungsrat teilweise durch eigene Leute ersetzt und eine neue Strategie vorgegeben hat.

Züblin fokussiert sich seitdem auf die Vermietung der aktuell 17 strategischen Büroliegenschaften in der Schweiz und in Deutschland. Aus dem verlustbringenden französischen Markt ist Züblin dagegen ausgestiegen. Dieser Rückzug konnte im Juli 2015 abgeschlossen werden und hat das Unternehmen 26,6 Mio. Franken gekostet.

Ebenfalls abgeschlossen hat Züblin die Sanierung der Bilanz. So hat das Unternehmen im letzten Geschäftsjahr eine Anleihe zurückzahlen können sowie mit einem Kapitalschnitt und einer Kapitalerhöhung das Eigenkapital gestärkt. Die Eigenkapitalquote ist damit von zuvor 4,8 Prozent auf 25,1 Prozent angestiegen.

Beim Ausblick zeigt sich das Unternehmen wenig konkret. Das Hauptaugenmerk bleibe unverändert auf der Umsetzung der Strategie zur Stärkung und Generierung von Wachstum in den Zielmärkten Schweiz und Deutschland, heißt es in der Mitteilung. Die Geschäftsleitung zeigt sich dabei zuversichtlich, dass die eingeleiteten Schritte „zu einer nachhaltig positiven Entwicklung führt“.