Nationalrat: Hammerschmid setzt auf Chancengleichheit
Wien (APA) - Die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) hat in ihrer ersten, kurzen Erklärung vor dem Parlament Chancengleichheit ...
Wien (APA) - Die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) hat in ihrer ersten, kurzen Erklärung vor dem Parlament Chancengleichheit als zentrales Ziel genannt. „Ich will in einem Land leben, in dem alle Kinder die selben Chancen haben - unabhängig davon, wo sie wohnen und wer ihre Eltern sind“, sagte Hammerschmid.
Österreich habe keine Rohstoffe, daher brauche das Land für wirtschaftlichen Erfolg, kluge Köpfe und hervorragende Ideen. „Diese klugen Köpfe gilt es zu entwickeln“, sagte Hammerschmid: „Bildungspolitik ist die beste Arbeitspolitik und Sozialpolitik.“ Dafür brauche man motivierte Pädagoginnen und Pädagogen, die ihren Beruf mit Leidenschaft ausüben.
Danach holte FP-Generalsekretär Herbert Kickl den Präsidentschaftswahlkampf ins Parlament. Der SPÖ sei nur wichtig, dass der Kanzler und der Bundespräsident „ein Roter“ seien und nachdem letzteres gescheitert sei, werde nun eben der Grüne Alexander Van der Bellen unterstützt.
„Und dann stellen sich noch irgendwelche Leute her und warnen vor dem Angstbild einer blauen Republik“, kritisierte Kickl: „Ich glaube, dass am kommenden Wochenende dafür gesorgt wird, dass nicht alles Rot und Grün und Links ist in dieser Republik.“ Van der Bellen verhöhnte der Wahlkampfleiter des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer als „Zickzack-Sascha“. Einen Ordnungsruf vom Zweiten Präsidenten Karlheinz Kopf (ÖVP) holte sich Kickl schließlich für den Vorwurf der Heuchelei an Neo-Kanzler Christian Kern wegen dessen Lob für seinen Vorgänger Werner Faymann (SPÖ).