Menschenhandel in EU: 15.846 registrierte Opfer 2013-2014

Brüssel (APA) - Der erste Bericht über den Kampf gegen Menschenhandel in der EU hat von 2013 auf 2014 eine leichte Abnahme der Anklagen, abe...

Brüssel (APA) - Der erste Bericht über den Kampf gegen Menschenhandel in der EU hat von 2013 auf 2014 eine leichte Abnahme der Anklagen, aber auch einen Anstieg bei den Verurteilungen festgestellt. EU-Innenkommissar Dimitris Avrampoulos sagte am Donnerstag, Menschenhandel in der EU im 21. Jahrhundert sei „moralisch und gesetzlich inakzeptabel und unentschuldbar“.

Avramopoulos sagte, 2013 und 2014 seien „mindestens“ 15.846 Personen als Opfer des Menschenhandels in der EU registriert worden. Realistischerweise liege die Zahl aber weit höher. 65 Prozent der Opfer seien EU-Bürger gewesen - vor allem aus Bulgarien, Ungarn, Niederlanden, Polen und Rumänien. Außerhalb der EU kamen die fünf am meisten davon betroffenen Opfer aus Albanien, China, Marokko, Nigeria und Vietnam.

Avramopoulos sagte, der Kauf und Verkauf von Kindern, der Missbrauch und die Behandlung wie eine Ware seien ein „abscheuliches Verbrechen“. Zu den Straftaten gehörten Migranten-Schlepperei, sexueller Missbrauch von Kindern, Drogenhandel und auch Terrorismus.

Es gehe darum, die Geldströme von Menschenhandel im Auge zu behalten und die Verantwortlichen verfolgen und verurteilen. Menschenhandel könne kein moderner Trend sein, „wir dürfen unsere Gesellschaften nicht rückwärtsgehen lassen“. Alle Formen der Ausbeutung müssten bekämpft werden. Eine frühe Identifizierung sämtlicher Opfer müsse das Ziel sein.

Die Zahl der Anklagen in der EU ging von 2.059 im Jahr 2013 auf 2.020 im Jahr 2014 zurück. Die Zahl der Urteile stieg von 1.524 auf 1.605.