Mehr als schöner Schein: Geld aus aller Welt
Geldscheine sind für die International Bank Note Society mehr als Zahlungsmittel. Sie sind Kunst und Bildungswerkzeug. Jedes Jahr zeichnet die Sammlervereinigung die schönste Banknote aus.
Von Theresa Mair
Memphis — Ein Geldbündel ist wie ein Bildband. Beim alltäglichen Anblick der immer gleichen Euro-Scheine ist man vielleicht noch nicht darauf gekommen. Wenn man sich die Geldscheine der mehr als 160 Währungen dieser Welt anschaut, findet man jedenfalls einen Grund, warum man sich nicht vom Bargeld verabschieden sollte.
Wer sich mehr interessiert und die fremden Scheine unter die Lupe nimmt, kann ganz nebenbei auch noch etwas lernen: Typische Flora und Fauna, berühmte Persönlichkeiten, Monumente und historische Ereignisse sind darauf abgebildet. Die Banknoten-Gesellschaft (International Bank Note Society, IBNS), eine 1961 gegründete Sammler- und Forschervereinigung, würdigt Kreativität bei der Gestaltung der Scheine. Ihre Mitglieder wählen jedes Jahr die schönste Banknote.
Dafür müssen die Kandidaten eine Reihe von Kriterien erfüllen: Der Geldschein muss im aktuellen Wettbewerbsjahr neu erschienen und im Umlauf sein. Das Design und die Sicherheitsmerkmale müssen sich im Vergleich zu vorhergehenden Serien deutlich verändert haben. Kontrast, Balance, Farbgestaltung und künstlerischer Wert werden berücksichtigt. Vor Kurzem wurde der Gewinner 2015 bekannt gegeben: Unter den fast 150 neuen Geldscheinen 2015 waren laut IBNS mehr als drei Dutzend innovativ genug, um ins Rennen zu gehen. Sieger wurde Neuseelands 5-Dollar-Schein. Die Nominierung für 2016 läuft bis zum 31. Jänner 2017.