Flüchtlinge - Leitl plädiert für gemeinnützige Beschäftigung

Wien (APA) - Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl plädiert für den sofortigen Start von Integrationsmaßnahmen für Flüchtlinge. „Jeder ...

Wien (APA) - Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl plädiert für den sofortigen Start von Integrationsmaßnahmen für Flüchtlinge. „Jeder kann ab dem ersten Tag gemeinnützig tätig werden.“ Asylwerber sollen für die finanziellen Zuwendungen und die Unterkunft, die sie bekommen, etwas tun (dürfen). „Warum machen wir das nicht?“

„Wenn sie in den Flüchtlingsheimen herumsitzen, lernen sie nicht Deutsch und auch nicht unsere Kultur und den hier üblichen Umgang miteinander“, so der Kammerchef. Im Sozialbereich gebe es reichlich Bedarf an Arbeitskräften.

„Betreffend Migration muss ein vernünftiger Weg gefunden werden - Verdrängungsängste dürfen wir nicht aufkommen lassen“, so Leitl. In der Zuwanderung sieht er „langfristig Chancen, einen Nutzen“. In Österreich gebe es 40.000 offene Stellen, die man nicht mit Inländern besetzen könne.

Derzeit dürfen arbeitswillige Asylwerber laut Gesetz nur im Tourismus und in der Landwirtschaft - etwa als Erntehelfer - arbeiten. Erst ab einem rechtskräftigen positiven Asylbescheid ist der Zugang zum Arbeitsmarkt offen. Das österreichische Start-up „Refugeeswork.at“ vermittelt seit kurzem Asylwerber für bis zu dreimonatige, unbezahlte Volontariate an Unternehmen, NGO und öffentliche Einrichtungen.

~ WEB http://wko.at ~ APA356 2016-05-19/14:55