OSZE: Weniger Waffenstillstandsverstöße in der Ostukraine
Donezk (APA/dpa) - Im Konfliktgebiet Ostukraine verzeichnen Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) d...
Donezk (APA/dpa) - Im Konfliktgebiet Ostukraine verzeichnen Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) derzeit weniger Verstöße gegen den geltenden Waffenstillstand. „Das Risiko bleibt jedoch hoch, da beide Seiten zu dicht zueinanderstehen“, warnte der stellvertretende Missionschef Alexander Hug am Donnerstag vor Journalisten in Kiew.
In der entmilitarisierten Sicherheitszone von 30 Kilometern zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischer Armee stünden weiter viele schwere Waffen. Auch verschwinde von den vereinbarten Sammelplätzen immer wieder Gerät.
Für die Zivilbevölkerung bedeuteten Minen und Blindgänger weiterhin eine große Gefahr, sagte Hug. Bei Pawlopil im Gebiet Donezk war am Vortag ein Traktor auf eine Mine gefahren. Einer der Insassen wurde getötet, ein weiterer verletzt. Es hänge vom Willen beider Seiten ab, die Sicherheit zu gewährleisten, sagte Hug. Es wäre für die Menschen auch wichtig, die Übergänge in Stanyzja Luhanska und Solote/Popasna offen zu halten. Am Montag war eine Granate 300 Meter entfernt von der Übergangsbrücke in Stanyzja Luhanska eingeschlagen.
Unterdessen verzeichnete das ukrainische Militär für den Vortag zwei Tote und zwei Verletzte. Die Donezker Separatisten nannten als ihre Verluste einen Toten und zwei Verletzte.
~ WEB http://www.osce.org/ ~ APA395 2016-05-19/15:24