Flüchtlinge - 32.000 Ankünfte in Italien seit Jahresanfang

Rom (APA) - Die Zahl der Flüchtlingsankünfte in Italien ist 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr gesunken. Seit Jahresbeginn sei...

Rom (APA) - Die Zahl der Flüchtlingsankünfte in Italien ist 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr gesunken. Seit Jahresbeginn seien 32.000 Schutzsuchende in Italien eingetroffen, um 20 Prozent weniger als 2015, sagte Italiens Premier Matteo Renzi am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte.

„Wenn die Zahl der Flüchtlingsankünfte weiterhin sinkt, werden keine neuen Hotspots in Italien notwendig sein“, sagte Renzi. Italien habe der EU-Kommission eine Reihe von Vorschlägen zum Umgang mit den Flüchtlingen vorgelegt. „Sollten sie angenommen werden, wären wir darüber froh“, kommentierte Renzi.

Innenminister Angelino Alfano berichtete, dass 90 Prozent der Menschen, die in Italien eintreffen, registriert und identifiziert werden. „Unsere Schwächen sind Stärken geworden. Wir arbeiten hart, um anderen Ländern keine Vorwände zur Errichtung von Grenzmauern zu geben“, kommentierte Alfano.

Das Thema Flüchtlinge wird auch das am Freitag in Rom geplante Treffen der sozialistischen und sozialdemokratischen Staats- und Regierungschefs Europas dominieren, an dem Österreichs neuer Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) teilnimmt. Kerns Rom-Reise erfolgt genau eine Woche nach einem Treffen von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) mit seinem italienischen Amtskollegen Angelino Alfano am Brenner. Dort hatte Sobotka den Verzicht der österreichischen Regierung auf Grenzkontrollen am Brenner angekündigt.