Nervenflattern im Titelkampf
Die Tiroler Liga bleibt hinten wie vorne spannend: Das Spitzen-Duo Kirchbichl und Wörgl ließ Federn, im Abstiegskampf ist weiter vieles offen.
Von Tobias Waidhofer
Mötz –„Wir waren lustlos. Das war die schlechteste Leistung, seit ich hier Trainer bin.“ Silz/Mötz-Trainer Aleks Matic ging nach der 2:4-Heimniederlage gegen Schönwies/Mils hart mit seiner Truppe ins Gericht. Für Montag ist eine Besprechung angesetzt, denn im Abstiegskampf wird es jetzt richtig eng. Neben Schönwies/Mils („Der Mannschaft gebührt heute ein Pauschallob“, sagte Trainer Alex Kregar) feierte auch Fügen (2:1 bei der Union) einen enorm wertvollen Dreier.
In Kirchbichl scheinen hingegen die Nerven blank zu liegen: Eine 0:2-Derbyniederlage gegen Kundl inklusive eines Ausschlusses wegen einer Tätlichkeit (Fabio Hütter, 91.) sowie sechs Gelbe Karten deuten darauf hin. „Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen. Aber nach 20 Minuten haben wir den Faden verloren“, analysierte Trainer Paul Schneeberger. Kundl zeigte sich daraufhin in Person von Marco Told als Meister der Effektivität, traf gleich mit den ersten beiden Torschüssen. „Wir sind meilenweit von der Normalform entfernt. Vielleicht ist es auch Kopfsache“, seufzte Schneeberger.
Gut, dass auch Titelkonkurrent Wörgl gestern überraschend 0:3 in Völs verlor.