EU setzte weitere Amtsträger aus Nordkorea auf Schwarze Liste

Brüssel/Pjöngjang (APA/AFP) - Die Europäische Union hat mit weiteren Sanktionen auf nordkoreanische Raketentests reagiert. Von den Strafmaßn...

Brüssel/Pjöngjang (APA/AFP) - Die Europäische Union hat mit weiteren Sanktionen auf nordkoreanische Raketentests reagiert. Von den Strafmaßnahmen betroffen seien 18 Amtsträger und ein Unternehmen, teilte die EU am Donnerstag in Brüssel mit. Sie würden auf eine Schwarze Liste gesetzt, womit Einreiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten verbunden seien.

Bei den meisten der Betroffenen handle es sich um hochrangige Militärvertreter, die mit dem Raketenprogramm zu tun hätten, hieß es weiter. Nach EU-Angaben wuchs die Schwarze Liste damit auf 66 Amtsträger und 42 Unternehmen und Institutionen an.

In den vergangenen Monaten hatte das stalinistische nordkoreanische Regime trotz Untersagung immer wieder Raketen getestet, im Jänner zündete es zudem eine Atombombe zu Testzwecken. Die Tests verstoßen gegen UNO-Resolutionen. Der UNO-Sicherheitsrat beschloss deshalb Anfang März die bisher schärfsten Sanktionen gegen das isolierte Land.

Die EU hatte 2001 diplomatische Beziehungen zu Nordkorea aufgenommen. Die Kontakte sind aber wenig intensiv. 2006 beschloss die EU erstmals Sanktionen gegen das abgeschottete Land.