Bericht: „Mann mit Hut“ im Terroristenversteck - aber mit Ermittlern
Brüssel (APA/dpa) - Rund zwei Monate nach den islamistischen Selbstmordattentaten in Brüssel ist der als „Mann mit Hut“ bekannte Terrorverdä...
Brüssel (APA/dpa) - Rund zwei Monate nach den islamistischen Selbstmordattentaten in Brüssel ist der als „Mann mit Hut“ bekannte Terrorverdächtige Mohamed Abrini mit Ermittlern in ein früheres Versteck zurückgekehrt.
Unter großen Sicherheitsvorkehrungen musste der 32-Jährige erklären, wie er von der Wohnung in der Brüsseler Stadtgemeinde Schaerbeek aus mit den Attentätern Najim Laachraoui und Ibrahim El Bakraoui in Richtung Flughafen aufbrach. Das berichtete der öffentliche Sender RTBF am Donnerstag. Die beiden Männer hatten sich am 22. März auf dem Flughafen in die Luft gesprengt.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte eine sogenannte Nachstellung in Schaerbeek, nahm aber zu Personen und Einzelheiten keine Stellung. Zwischenfälle habe es nicht gegeben, berichteten die Ermittler. Bei den Anschlägen in Brüssel kamen auf dem Flughafen und in der U-Bahn 32 unschuldige Menschen ums Leben.
Im Prozess gegen eine andere Terrorzelle fordert die Staatsanwaltschaft unterdessen gegen drei Beschuldigte Haftstrafen zwischen 15 und 18 Jahren. Der im Jänner 2015 zerschlagenen Gruppe wird vorgeworfen, die Ermordung von Polizisten vorbereitet zu haben. Bei einer Razzia im ostbelgischen Verviers hatten Terroristen damals auf Fahnder gefeuert. Zwei Jihadisten starben, als die Polizei zurückschoss. Ein dritter wurde verletzt.