IS - NATO prüft neuen Ausbildungseinsatz im Irak

Brüssel (APA/dpa) - Zur Unterstützung des Kampfes gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) prüft die NATO einen neuen Ausbildungseinsa...

Brüssel (APA/dpa) - Zur Unterstützung des Kampfes gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) prüft die NATO einen neuen Ausbildungseinsatz für Sicherheitskräfte im Irak. Die Außenminister der Bündnisstaaten beschlossen am Donnerstag in Brüssel, so schnell wie möglich ein Expertenteam in das Land zu schicken. Es soll beurteilen, ob die Voraussetzungen für einen Ausbildungseinsatz durch NATO-Soldaten gegeben sind.

Hintergrund der Pläne sind die andauernden Kämpfe gegen die IS-Terrormiliz im Land. Zwar hat die irakische Armee mit Unterstützung der internationalen Anti-IS-Koalition in den vergangenen Monaten bedeutende Gebiete zurückgewonnen. Dennoch kontrollieren die radikalen Islamisten noch immer große Teile im Westen und Norden des Landes, darunter die Großstadt Mossul.

Die NATO hatte bereits im vergangenen Sommer beschlossen, irakische Militäreinheiten im Ausland auszubilden. Derzeit trainieren NATO-Soldaten mehrere Hundert Offiziere in Jordanien. Eine NATO-Ausbildungsmission für irakische Truppen im Land hatte es zuletzt zwischen 2004 und 2011 gegeben.

US-Außenminister John Kerry betonte am Rande des Treffens in Brüssel die Bedeutung der Pläne. Je effizienter die Sicherheitskräfte im Irak würden, desto mehr würden sie in der Lage sein, von Terroristen besetzte Gebiete zu befreien, sagte er. „Und desto mehr wird sich die Lage im Irak in den kommenden Jahren stabilisieren.“