Deutsche-Bank-Aktionäre lehnen weitere Sonderprüfungen ab
Frankfurt (APA/Reuters) - Die Aktionäre der Deutschen Bank wollen diverse Skandale des Geldhauses nicht erneut von externen Prüfern durchleu...
Frankfurt (APA/Reuters) - Die Aktionäre der Deutschen Bank wollen diverse Skandale des Geldhauses nicht erneut von externen Prüfern durchleuchten lassen. Sie lehnten am Donnerstag auf der Hauptversammlung vier Sonderprüfungen ab, die die Aktionärin Marita Lampatz beantragt hatte.
Sie wollte unter anderem untersuchen lassen, ob die Deutsche Bank in der Affäre um Zinsmanipulationen eine höhere Strafe bezahlen musste, weil Vorstände und Aufsichtsräte mit den Aufsichtsbehörden nicht ordentlich zusammengearbeitet haben. Dieser Antrag wurde jedoch denkbar knapp abgelehnt - 46,4 Prozent des vertretenen Kapitals stimmten dafür.
Viele Großaktionäre hatte sich gegen zusätzliche Sonderprüfungen ausgesprochen. „Die Steine wurden schon dreimal umgedreht“, sagte einer der zehn größten Aktionäre der Bank der Nachrichtenagentur Reuters. „Jetzt noch mal Sonderuntersuchungen zu starten, würde nur viel Geld und Zeit kosten und wenig bringen.“ Das Geldhaus bestätigte auf der rund zwölf Stunden dauernden Hauptversammlung, dass es selbst intern untersucht, ob wegen der diversen Skandale Schadensersatzansprüche gegen derzeitige oder frühere Vorstände und Aufsichtsräte bestehen. Zu Details äußerte sie sich mit Verweis auf die laufenden Untersuchungen nicht.
~ ISIN DE0005140008 WEB https://www.deutsche-bank.de/index.htm ~ APA574 2016-05-19/21:49