Festnahme

Kindesmissbrauch: Polizei fand bei Tiroler eine Million Dateien

Symbolbild.
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Bei einem 41-Jährigen wurde bei einer Hausdurchsuchung über eine Million kinderpornografische Dateien, davon Videos mit einer Gesamtspieldauer von 62 Tagen, sichergestellt. In Deutschland wurden fünf weitere Verdächtige, die in Kontakt mit dem Tiroler standen, ausgeforscht und festgenommen.

Innsbruck – Großer Erfolg für die Polizei: Das Landeskriminalamt Tirol (LKA) konnte einen 41-Jährigen wegen Kindesmissbrauch festnehmen. Weitere Ermittlungen des Bundeskriminalamts (BK) führten dann nach Deutschland, dort konnten fünf weitere Verdächtige ausgeforscht und festgenommen werden.

Im Zuge von gemeinsamen Ermittlungen des LKA mit dem BK wurde man auf den Tiroler aufmerksam. Dieser hatte mit einem „gleichgesinnten User über Skype Kontakt und tauschte bei einem persönlichen Treffen in Tirol kinderpornografisches Material“, teilte das Bundeskriminalamt am Freitag in einer Aussendung mit. Bei einer Hausdurchsuchung konnte beim 41-Jährigen laut Polizei kinderpornografisches Material in Summe von über einer Million Dateien, davon Videos mit einer Gesamtabspieldauer von insgesamt 62 Tagen sichergestellt werden.

Drei Opfer identifiziert

Bei der Auswertung der sichergestellten Daten wurden laut Bundeskriminalamt Fotos und Videos gefunden, auf denen der Verdächtige von ihm durchgeführte Missbrauchshandlungen an Kindern dokumentierte. Der 41-Jährige wurde festgenommen. Ihm wird der mehrfache Missbrauch von drei Opfern zur Last gelegt. Die Ermittlungen ergaben, dass sich der Tiroler offensichtlich Betäubungsmitteln bediente, um seine Opfer gefügig zu machen. Insgesamt konnten ihm 26 verschiedene sexuelle Übergriffe nachgewiesen werden. Die angefertigten Missbrauchsaufnahmen wurden danach im Netz weltweit verbreitet, hieß es von Seiten des BK.

Die Spur führte auch nach Deutschland. Dort gelang es den Ermittlern fünf weitere Verdächtige auszuforschen. Sie standen mit dem Tiroler in Kontakt. Zudem gelang es dem Bundeskriminalamt drei minderjährige Opfer zu identifizieren. Zwei der Opfer waren zum Tatzeitpunkt 13 Jahre alt, hieß es. (TT.com)