Mann wegen Schlepperei in Innsbruck vor Gericht
Innsbruck (APA) - Ein 27-Jähriger hat sich am Freitag am Landesgericht Innsbruck wegen des Verbrechens der Schlepperei verantworten müssen. ...
Innsbruck (APA) - Ein 27-Jähriger hat sich am Freitag am Landesgericht Innsbruck wegen des Verbrechens der Schlepperei verantworten müssen. Der Pakistaner soll laut Anklage als Mitglied einer kriminellen Vereinigung zwischen 2013 und 2016 „viele“ Landsleute nach Europa geschleppt haben. Außerdem soll der Mann rund 150 Personen von Wien weiter nach Deutschland und Italien begleitet haben.
Der 27-Jährige zeigte sich vor Gericht teilweise geständig. Er habe Flüchtlingen, die in Wien angekommen sind, Tickets für ihre Weiterreise nach Deutschland oder Italien gekauft und ihnen die richtigen Züge angewiesen. Teilweise habe er die Menschen auch selbst nach Innsbruck oder Salzburg gebracht. Die Flucht von Pakistan nach Europa habe er jedoch lediglich für drei Personen organisiert, darunter sein Bruder und sein Cousin, sagte der Angeklagte.
Auf den Vorhalt von Richter Günther Böhler, dass es Telefonüberwachungsprotokelle gebe, die zahlreiche Kontakte des Beschuldigten mit Ländern auf der Balkanroute aufzeigen würden, meinte der 27-Jährige lediglich: „Ich habe viele Freunde in Pakistan.“ Zeugenaussagen, denen zu folge der Angeklagte die Flucht vieler Personen nach Europa organisiert haben soll, tat der 27-Jährige als Lügen ab.