Landecks Haus für innovative Arbeitsplätze wächst
LanTech ist tirolweit das einzige Innovationszentrum, das seine Kapazitäten mit zweiter Baustufe erweitert. Am Standort sind bis zu 200 Jobs möglich.
Von Helmut Wenzel
Landeck –16 Jahre nach dem Start von LanTech I kommt LanTech II. „Wir sind das einzige Innovationszentrum in Tirol mit einem Erweiterungsbau“, hob Geschäftsführer Siegfried Gohm kürzlich bei der Spatenstichfeier nicht ohne Stolz hervor.
Die Betreiber definieren LanTech als „Zentrum für innovative Dienstleistungen im alpinen Raum“. Derzeit finden sich 24 innovative Unternehmen und 110 hochqualifizierte Arbeitsplätze unter dem Dach des Gründerzentrums. LanTech ist mit Unterstützung des Landes, der EU und der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Juni 2000 eröffnet worden.
Komplimente kamen auch von LR Bernhard Tilg: Der Geschäftsleitung und den Gesellschaftern könne er zur mutigen Ausbau-Entscheidung nur gratulieren. Bürgermeister Wolfgang Jörg brachte seine Wertschätzung für das „Erfolgsmodell LanTech“ und den begonnenen Erweiterungsbau zum Ausdruck.
Angrenzend an das bestehende Objekt im Stadtteil Landeck-Bruggen entsteht ein dreigeschoßiger Zubau mit 1695 Quadratmetern Bürofläche. Der Rohbau soll bis Ende 2016 fertig gestellt sein. „Im Sommer 2017 sollten wir die ersten neuen Mieter begrüßen können“, so Gohm.
Nach Fertigstellung der Baustufe II bietet LanTech 3730 Quadratmeter Bürofläche – Platz für bis zu 40 Betriebe mit insgesamt bis zu 200 Mitarbeitern. „Auch ein Großraumbüro mit 350 Quadratmetern ist geplant. Der künftige Mieter will so rasch wie möglich einziehen“, verrät der Geschäftsführer. Darüber hinaus gebe es weitere Anfragen von Interessenten. Das Parkplatzproblem werde mit 66 Stellplätzen in der Tiefgarage gelöst, dazu werde es 30 weitere Plätze vor dem Haus geben.
Die Anfänge von LanTech gehen auf 1993 zurück, als der damalige Wirtschaftskammerobmann Konrad Althaler erklärte: „Nachdem das Land entsprechende Fördermittel beschlossen hat, muss mit dem Bau des Innovationszentrums nächstes Jahr begonnen werden. Die Region braucht endlich hochqualifizierte Arbeitsplätze.“ Weil sich der Baustart dann bis 1999 verzögerte, sprach ein Landecker Mandatar von einem „LahmTech“. Alles andere als lahm sind heute die LanTech-Betriebe, von denen einige auf Märkten in aller Welt mitmischen.