Scholz Holding sieht sich bei Restrukturierung kurz vorm Ziel
Wien (APA) - Der auch in Österreich tätige deutsche Schrottverwerter Scholz Holding GmbH sieht sich bei der Restrukturierung auf dem richtig...
Wien (APA) - Der auch in Österreich tätige deutsche Schrottverwerter Scholz Holding GmbH sieht sich bei der Restrukturierung auf dem richtigen Weg. Das Familienunternehmen von der Schwäbischen Alb sucht seit Herbst einen neuen Miteigentümer, braucht dafür aber einen Schuldenschnitt.
„In einer Anhörung gestern vor dem zuständigen Handelsgericht in Wien teilte Dr. Ulla Reisch, die Kuratorin für die Gläubiger der unbesicherten und nach österreichischem Recht begebenen Anleihe 2012-2017 (Nominalvolumen: 182,5 Mio. Euro) mit, dass sie eine Einigung zur abschließenden Regelung aller Forderungen der Anleihegläubiger erzielt hat“, gab das Unternehmen am Freitag in einer Aussendung bekannt.
Demnach erhalten die Anleihegläubiger eine Barzahlung von 14 Mio. Euro (7,67 Prozent des Nominalvolumens der Anleihe). Hinzu kommt eine Earn-out-Zahlung in Höhe von 5,8 Mio. Euro (3,18 Prozent des Nominalvolumens der Anleihe), deren Wirksamkeit von der Entwicklung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) der Scholz Gruppe in den Jahren 2016 und 2017 abhängt.
Die Kuratorin habe die Einigung gestern Nachmittag bei Gericht zur Genehmigung eingereicht. Die Entscheidung des Gerichts wird für Anfang kommender Woche erwartet.
Die Scholz Austria GmbH wurde Ende 2006 als Joint Venture des voestalpine-Konzerns und der deutschen Scholz Gruppe gegründet. Sie soll von den Restrukturierungen nicht betroffen sein.