Matura: Grüne kritisieren unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad

Wien (APA) - Die Grünen üben Kritik an der vermeintlich im Vergleich zum Vorjahr schwierigeren heurigen Mathematik-Reifeprüfung: „Ein schwan...

Wien (APA) - Die Grünen üben Kritik an der vermeintlich im Vergleich zum Vorjahr schwierigeren heurigen Mathematik-Reifeprüfung: „Ein schwankender Schwierigkeitsgrad führt die Zentralmatura ad absurdum“, so Bildungssprecher Harald Walser in einer Aussendung. Der Mathe-Didaktiker Werner Peschek hielt in der „Presse“ (Freitag-Ausgabe) die Aufgaben dagegen objektiv für nicht schwerer als 2015.

Es sei Lehrern unverständlich, dass der Schwierigkeitsgrad heuer im Vergleich zum letzten Jahr höher und die Fragestellungen völlig anders gewesen sein, meinte Walser. Laut Schüler-Rückmeldungen sei besonders die Formulierung der Aufgabenstellungen durch das Bildungsforschungsinstitut Bifie eine Hürde gewesen. „Dass ausgerechnet die Lesekompetenz für die Mathematik-Matura so ausschlaggebend sein würde, damit haben die KandidatInnen nicht gerechnet. Im vergangenen Jahr setzte das Bifie im Teil A stärker auf Multiple-Choice-Aufgaben. Auch das wurde kritisiert, diesmal ist das Pendel ins andere Extrem umgeschlagen.“

Peschek erklärt möglicherweise schlechtere Ergebnisse bei der Matura anders. „Vom Mathematischen her war sie sehr ähnlich.“ Allerdings habe es etwas weniger Routineaufgaben gegeben. „Das ist auch gut so. Aber das kann zur Folge haben, dass die Klausur für Schüler, die mehr auf Reproduktion geübt haben, schwieriger erscheint. Für jene, die mehr auf Verständnis geübt haben, macht es keinen Unterschied.“

Walser fordert ein Forschungsprojekt zur Formulierung von Fragestellungen, das diese für alle verständlicher machen soll. Ein solches sei zuletzt aber abgelehnt worden. „Das ist nicht nachvollziehbar. Das Bildungsministerium muss dringend dafür sorgen, dass die Zentralmatura endlich in einem absehbaren Format und jährlich vergleichbarem Schwierigkeitsgrad bereitgestellt wird.“