Frankfurter Börse
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die feiertagsbedingt verkürzte Handelswoche ist am Freitag versöhnlich zu Ende gegangen. Der DAX machte se...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die feiertagsbedingt verkürzte Handelswoche ist am Freitag versöhnlich zu Ende gegangen. Der DAX machte seinen Vortagesverlust fast wieder wett und dämmte das Wochenminus ein. Rückenwind kam von den asiatischen Börsen, wo steigende Rohstoffpreise für gute Laune gesorgt hatten. Zudem zeigten sich auch die US-Börsen wieder freundlich.
Der DAX schloss mit einem Plus von 1,23 Prozent auf 9.916,02 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet dies einen Abschlag von 0,37 Prozent. Am Donnerstag hatte unter anderem die Aussicht auf eine nun vielleicht doch schon bald anstehende Zinserhöhung in den USA die Anleger verunsichert. Der MDAX für mittelgroße Unternehmen gewann am Freitag 1,42 Prozent auf 20.268,50 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDAX rückte um 1,25 Prozent auf 1.667,68 Punkte vor.
„Hinter den Kulissen findet derzeit ein Tauziehen zwischen Bullen und Bären um die Vorherrschaft an der Börse statt“ - und noch sei der Ausgang des Kampfes zwischen den Optimisten und den Pessimisten offen, fasste Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets die abgelaufene Handelswoche zusammen. Womöglich werde sich erst im Juni zeigen, wer gewinne, da dann die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung bekannt geben werde und auch der Volksentscheid über einen Ausstieg Großbritanniens aus der EU auf der Agenda stehe.
Europaweit bot sich am Freitag ebenfalls ein freundliches Bild: Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 zog um 1,47 Prozent auf 2.962,16 Punkte an und auch in Paris und London wurden deutliche Gewinne verbucht. Ein positives Bild boten auch die USA, wo der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,75 Prozent zulegte und sich die Nasdaq-Börsen noch deutlicher im Plus zeigten.
Im DAX legten 29 Werte zu, Henkel schlossen unverändert. Favorit war die Aktie des Medienkonzerns Prosieben mit plus 3,49 Prozent.
Die Forderung eines US-Investors nach einem weiteren Konzernumbau bescherte E.ON ein Plus von 1,75 Prozent. Der Hedgefonds Knight Vinke verlange neben der schon geplanten Abspaltung des Großkraftwerksgeschäfts auch die Trennung von den regionalen Strom-und Gasnetzen, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf ein Schreiben von Fondschef Eric Knight an seine Anleger.
Die Aktien von Daimler hinkten dem Markt mit einem Plus von 0,75 Prozent nur leicht hinterher. Angesichts schwieriger Marktbedingungen hatte der Autokonzern die Jahresprognose für seine Lastwagensparte gesenkt, was Analysten aber kaum überraschte. Seine Konzernprognose für den operativen Gewinn behielt Daumler bei. Dies zeige, dass die wohl sehr gut laufende Mercedes-Pkw-Sparte sämtliche negativen Effekte kompensieren könne, vermutet Analyst Christian Ludwig vom Bankhaus Lampe.
An der Spitze des SDAX für die geringer kapitalisierten Werte schnellten die VTG-Aktien um 7,05 Prozent nach oben. Der Logistikunternehmer und Investor Klaus-Michael Kühne war als Großaktionär bei dem Hamburger Waggonvermieter eingestiegen.
Im TecDAX hatten die Papiere von Aixtron mit plus 9,62 Prozent die Nase vorn und schlossen mit 4,787 Euro auf ihrem bisher höchsten Stand in diesem Jahr. Die Anteilsscheine des kriselnden Spezialanlagenbauers profitierten von abermals aufgeflammten Übernahmefantasien sowie von der Hoffnung auf wieder besser laufende Geschäfte. Der Ausrüster der Halbleiterindustrie Applied Materials hatte zuvor mit seinem Geschäftsausblick positiv überrascht.
~ ISIN DE0008469008 ~ APA501 2016-05-20/18:15