Erste Liga

Wacker kam in Klagenfurt gehörig unter die Räder

© gepa/Daniel Goetzhaber

Der FC Wacker verlor gestern in der vorletzten Runde der Sky Go Erste Liga bei der lizenzlosen Austria aus Klagenfurt mit 2:5. Der Saisonabschluss droht damit immer unversöhnlicher zu werden.

Von Tobias Waidhofer

Klagenfurt – Im Wörthersee-Stadion entzündeten die Austria-Klagenfurt-Fans gestern schon vor dem Anpfiff Grablichter. Die zweifach verweigerte Bundesliga-Lizenz hat Spuren hinterlassen. Denn auch wenn der Verein gestern fristgerecht einen Einspruch beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht einbrachte, scheint die Hoffnung, dass doch noch eine Profi-Spielgenehmigung ins Haus flattert, gering.

Beim Blick auf das Rasenviereck war aber wenig Hoffnungslosigkeit zu entdecken. Im Gegenteil. Man hätte eher meinen können, dass die Innsbrucker ohne Lizenz für die neue Saison dastehen. Denn von Beginn an beherrschte die Klagenfurter Austria das Match. Lohn war der Führungstreffer von Fabian Miesenböck, der nach toller Zakany-Flanke schneller als Christian Deutschmann am Ball war (13.).

Gefährliche Wacker-Aktionen? Die gab’s eigentlich nur nach Standardsituationen. Eine solche nützte Deutschmann in der 41. Minute zum schmeichelhaften Ausgleich. Der Steirer, der noch keinen Vertrag für die neue Saison in der Tasche hat, köpfelte nach Jamnig-Eckball zum Ausgleich ein.

Es dauerte aber nicht allzu lang, bis der nächste Tiefschlag folgte: In der Nachspielzeit ließ die Wacker-Defensive Miesenböck zum wiederholten Male zu viel Raum und Zeit. Sein Stanglpass fand Zakany, der den Ball über die Linie drückte. Die schwarzgrünen Tiroler, bei denen diesmal Danijel Micic und Armin Hamzic die Doppel-Sechs bildeten, gingen mit einem 1:2-Pausenrückstand in die Kabine. Und waren damit noch gut bedient.

Besserung war leider auch im zweiten Durchgang vorerst nicht in Sicht. Und weil ein Unglück selten allein kommt, patzte dann auch noch der zuletzt so zuverlässige Schlussmann Julian Weiskopf. Der Grünwald-Ersatz ließ einen haltbaren Volleyschuss von Matthias Koch durch die Arme rutschen – 3:1 (54.). Einen Patzer, den er nur Minuten später mit einer tollen Parade ausbesserte, um in der 64. Minute verletzt für Lukas Wedl Platz zu machen. Der Youngster feierte damit sein Profidebüt. Auch Alex Gründler kam ins Spiel und hatte beim Anschlusstreffer gleich seine Füße im Spiel: Nachdem ihn Micic auf die Reise geschickt hatte, legte der Schwazer überlegt zurück auf Henrik Ojamaa, dem sein zweites Saisontor gelang – 3:2 (65.). Kurz danach hatte der Este Pech, als er die Kreuzlatte traf (72.). Doch es kam noch schlimmer: Rajko Rep besorgte per Doppelschlag das 5:2 für die „lizenzlosen“ Klagenfurter. Eine Packung, die zum Nachdenken anregen muss.

St. Pölten nach 22 Jahren zurück in der Bundesliga

Niederösterreichs Landeshauptstadt ist erstmals seit 22 Jahren wieder in der höchsten österreichischen Spielklasse dabei. Durch das 3:0 beim SC Wiener Neustadt hat der SKN St. Pölten schon eine Runde vor Schluss den Meistertitel in der Ersten Liga und damit den Aufstieg in die Bundesliga fixiert.

Mit den Rückkehrern Karl Daxbacher (63 Jahre) als Trainer und Frenkie Schinkels (53) als sportlicher Leiter gelang vor allem dank eines starken letzten Meisterschaftsviertels der Aufstieg. Nach dem 0:2 beim LASK (25. Runde) gab es in zehn Spielen neun Siege. Alle fünf Auswärtspartien in diesem Zeitraum wurden zu null gewonnen. Nun kann man auf dem Spielersektor mit der Planung für 2016

17 beginnen. Mit in die Bundesliga geht auch der Schmirner Flo Mader. Die Verträge von Daniel Beichler und Manuel Hartl laufen aus, bei mehreren Spielern bestehen Optionen. Nur der Verbleib von Cheikhou Dieng scheint fraglich.

Ergebnisse der 35. Runde

LASK Linz - Kapfenberger SV 1:1 (0:1). Tore: Dovedan (58.) bzw. Jorge Elias (7.)

Austria Klagenfurt - Wacker Innsbruck 5:2 (2:1). Tore: Miesenböck (13.), Zakany (45.+2), M. Koch (54.), Rep (93., 95.), bzw. Deutschmann (41.), Ojamaa (65.)

SC Wr. Neustadt - SKN St. Pölten 0:3 (0:0). Tore: Segovia (50.), Pfingstner (60./Eigentor), Brandl (67.)

Austria Salzburg - SC Austria Lustenau 1:1 (0:0) Tore: Bammer (49./Elfmeter) bzw. Grabher (63.)

FAC - FC Liefering 0:3 (0:2). Tore: Dwamena (20., 90.), Filip (23.)

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