Erstmals Zika-Toter auf französischer Karibikinsel Martinique

Fort-de-France (APA/dpa) - Auf der zu Frankreich gehörenden Karibikinsel Martinique ist ein Mann an den Folgen einer Zika-Infektion gestorbe...

Fort-de-France (APA/dpa) - Auf der zu Frankreich gehörenden Karibikinsel Martinique ist ein Mann an den Folgen einer Zika-Infektion gestorben. Der 84-Jährige starb nach Angaben vom Freitag bereits Ende vergangener Woche in der Universitätsklinik der Hauptstadt Fort-de-France, wie der Regionalsender Martinique 1 unter Berufung auf die Gesundheitsbehörde ARS der Insel berichtete.

Der Mann sei zehn Tage zuvor mit einem Guillain-Barre-Syndrom eingeliefert worden, einer akuten Entzündung des Nervensystems. Die Ärzte kamen der Gesundheitsbehörde zufolge zu dem Schluss, dass „der Tod direkt mit Zika zusammenhängt“.

Das Zika-Virus wird in erster Linie von infizierten Mücken übertragen. In einigen Fällen treten bei infizierten Menschen Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Bindehautentzündungen und manchmal Fieber auf.

Eine Infektion führt nur in äußerst seltenen Fällen zum Tod. Unter anderem hatten Brasilen und Kolumbien in den vergangenen Monaten vereinzelt Todesfälle gemeldet, die durch Zika ausgelöst worden sein könnten.