Schäuble bleibt für Griechenland-Lösung optimistisch

Sendai (APA/Reuters) - Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble geht trotz offener Fragen weiterhin von einer raschen Einigung im Strei...

Sendai (APA/Reuters) - Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble geht trotz offener Fragen weiterhin von einer raschen Einigung im Streit um Reformen und Schulden in Griechenland aus. „Wir kriegen es hin“, sagte er am Samstag nach einer G-7-Finanzministerkonferenz im japanischen Sendai.

Allerdings wisse er nicht, ob die Euro-Finanzminister diese Einigung schon am kommenden Dienstag bei ihrer Sitzung in Brüssel erreichen könnten, zumal IWF-Chefin Christine Lagarde dort nicht anwesend sein werde. Die Meinungsverschiedenheiten mit dem IWF, der auf eine kräftige Schuldenentlastung für Griechenland pocht, spielte Schäuble nach einem Treffen mit der IWF-Chefin herab. „Ich habe in dem Gespräch mit Frau Lagarde keine Differenzen beigelegt, weil wir keine Differenzen hatten“, sagte er.

Der IWF hat gerade erst neue weitreichende Schuldenerleichterungen für Griechenland vorgeschlagen. So sollte die Laufzeit der Kredite aus den drei Euro-Rettungsprogrammen insgesamt bis 2080 verlängert werden, wie aus einem IWF-Dokument hervorgeht, in das Reuters Einblick hatte. Zugleich solle die Schonfrist bis zum Beginn der Rückzahlungen bis mindestens 2040 ausgedehnt und die Zinssätze für die Kredite aus den Programmen der Euro-Rettungsschirme EFSF und ESM bis 2045 auf 1,5 Prozent begrenzt werden.

Der Fonds plädiert dafür, die Details der Schuldenentlastungen, von denen er seine Beteiligung an dem dritten Hilfsprogramm abhängig macht, frühzeitig festzulegen. Schäuble hatte wiederholt betont, dass konkrete Zahlen erst nach Ende des laufenden Hilfsprogramms 2018 vereinbart werden sollten, falls dies dann notwendig sei.

~ WEB http://www.imf.org ~ APA033 2016-05-21/08:32