Filmfestspiele Cannes: Vergewaltigungsdrama mit Isabelle Huppert

Cannes (APA/dpa) - Ein provokatives Vergewaltigungsdrama ist am Samstag beim Filmfest Cannes als einer der letzten Beiträge in den Wettbewer...

Cannes (APA/dpa) - Ein provokatives Vergewaltigungsdrama ist am Samstag beim Filmfest Cannes als einer der letzten Beiträge in den Wettbewerb gestartet. In der Hauptrolle von Paul Verhoevens „Elle“ ist Isabelle Huppert zu sehen. Sie spielt Michele, eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die Zuhause von einem Unbekannten vergewaltigt wird. Sie schaltet aber nicht die Polizei ein.

Stattdessen entwickelt sich eine Beziehung aus Lust, Gewalt und Kontrollverlust. „Der Film ist voll von Doppeldeutigkeiten“, sagte die 63-jährige Huppert („Amour“, „Die Klavierspielerin“) vor der Premiere am Abend. So gehe es nicht nur um moralische Fragen. „Sie (Michele) weigert sich, ein Opfer zu sein. (...) Das ist ihre Intuition.“ Die Hauptfigur lasse sich nicht zerstören.

Huppert betonte, der Film erzähle nur die Geschichte dieser einen Frau und solle nicht als generelles Statement verstanden werden. „Elle“ ist eine deutsch-französisch-belgische Koproduktion, die mit Christian Berkel auch einen deutschen Schauspieler in einer Nebenrolle vorweisen kann.