Bei Liebis Comeback gab’s eine ordentliche Packung
Mit dem 37-jährigen Patrick Liebhart ging die Reichenau gegen Kitzbühel mit 1:5 baden. Für die Gamsstädter lebt die Chance auf den Klassenerhalt.
Von Tobias Waidhofer
Innsbruck –Wenn du denkst es geht nichts mehr, kommt von irgendwo der „Liebi“ her.
Als im gestrigen Westliga-Derby zwischen der Reichenau und Kitzbühel in der 51. Minute auch noch Patrick Steinkellner verletzt vom Feld humpelte, schlug die Stunde des Routiniers: Patrick Liebhart, inzwischen 37 Jahre alt, stellte sich für seinen Verein gestern noch einmal in den Westliga-Dienst. Sein letztes Match hatte der Axamer Co-Trainer im Herbst für die Reichenauer Zweier in der Bezirksliga absolviert. Von Erfolg gekrönt war Liebi’s Kurz-Comeback nicht – Kitzbühel gewann klar und deutlich mit 5:1.
Dabei hatten die ersatzgeschwächten Reichenauer (ohne Perstaller, Neumair, Mader, Bichler,...) eine ordentliche erste Halbzeit (1:1) abgeliefert. Schon zur Pause musste Trainer Karl Kraxner aber doppelt tauschen – brachte die Youngster Josef Vettorazzi und Michael Tschapeller. Zu viel Substanzverlust für einen Verein wie die Reichenau.
„Die erste Halbzeit war o. k., im zweiten Durchgang hat die Qualität gefehlt. Wir pfeifen aus dem letzten Loch“, seufzte Reichenau-Coach Karl Kraxner, der seinem Weggefährten noch einmal ein Danke ausrichtete. „Gut, dass der Liebi sich das angetan hat. Sonst hätten wir mit zehn Mann fertigspielen müssen.“
Und Kitzbühel hätte sich dann wohl noch mehr Selbstvertrauen für das anstehende „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Bregenz am kommenden Samstag holen können. Eine Systemumstellung von Trainer Alex Markl zur Pause reichte allerdings, um die ersatzgeschwächten Reichenauer in die Schranken zu weisen. „Am Ende hat sich die Klasse durchgesetzt. Sascha (Wörgetter, Anm.) und Luka (Dzidziguri, Anm.) waren in der zweiten Halbzeit überragend.“
Am wichtigsten war dem Coach, dass „wir jetzt die Möglichkeit haben, den Klassenerhalt selbst klarzumachen“. Dafür braucht’s gegen Bregenz (drei Punkte Vorsprung) aber einen Heimsieg. Gibt es allerdings mehr als drei Absteiger, könnte selbst das zu wenig sein. „Das können wir nicht beeinflussen“, weiß Markl.