Erste Liga

Wacker-Coach Schrott: „Werde den Fußball nicht neu erfinden können“

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Gemeinsam mit Fuad Djulic will Interimstrainer Andreas Schrott mit dem FC Wacker für ein versöhnliches Saisonende sorgen.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Gestern nahm sich Andi Schrott eine kurze Pause vom FC Wacker. In der Tennis-Bezirksliga feierte der „Schrotti“ einen glatten Sieg. Danach drehten sich die Gedanken des FC-Wacker-Interimstrainers wieder um das große weiße Leder statt um die kleine gelbe Filzkugel.

„Wir wollen die Saison auch im Sinne vom Klaus (Ex-Trainer Schmidt, Anm.) positiv beenden“, blickt Schrott auf das abschließende Meisterschaftsspiel der Sky Go Erste Liga gegen Wiener Neustadt (Mittwoch, 19.30 Uhr). „Wir haben in der neuen Saison große Ziele. Und ich will kein negatives Ende.“ Es gehe ja auch um das schwarzgrüne Image in der Öffentlichkeit.

Am Samstag war ja alles relativ schnell gegangen. Schon vor dem Training informierte General Manager Alfred Hörtnagl den nunmehrigen Ex-Coach Klaus Schmidt über seine Beurlaubung. „Danach hat der Ali das ganze Trainerteam in die Kabine gebeten und die Entscheidung begründet“, erzählt Schrott, der die Mannschaft nun zusammen mit Tormanntrainer Fuad Djulic („Es ist mir sehr wichtig, dass er an meiner Seite ist. Seine Erfahrung ist wahnsinnig wertvoll“) auf das letzte Meisterschaftsspiel vorbereiten wird.

„Ich werde den Fußball in zwei Tagen nicht neu erfinden können“, weiß Schrott. „Wir müssen überhaupt einmal schauen, wer fit ist.“ Andreas Hölzl ist ebenso angeschlagen wie die Mittelfeldspieler Jürgen Säumel und Christoph Freitag, Alex Hauser (gesperrt) und Rami Tekir (weilt beim U 19-Nationalteam) fehlen sicher.

Deshalb werden beim ersten Training unter dem Kommando des Duos Schrott/Djulic heute (15 Uhr) auch einige Amateure mit von der Partie sein. Auch ein Gespräch mit Amateure-Coach Thomas Grumser steht auf der Agenda. „Dann werden wir sehen, wie der Kader aussieht.“

Auch beim 34-jährigen Ex-Profi löste der Abschied von Schmidt eine gewisse Traurigkeit aus: „Es geht mir ähnlich wie allen: Klaus ist ein toller Mensch. Ich habe ihn ja schon in Graz kennen lernen dürfen. Der Eindruck von damals hat sich bestätigt“, erklärt Schrott, der Schmidt seit seiner aktiven Zeit beim GAK (2005 bis 2006) kennt. „Er war immer mit sehr viel Energie dabei. Wenn die Ergebnisse ausbleiben, muss aber leider der Trainer als Erstes dran glauben. So ist das Fußball-Geschäft.“

Bald könnte Schrott, dessen Vertrag noch bis 2017 läuft, aber unter einem anderen Cheftrainer arbeiten. Einer der Kandidaten heißt Didi Kühbauer. Und der deutet im TT-Gespräch durchaus Interesse an: „Wenn ich nicht an einem Job bei einem Traditionsverein wie dem FC Wacker interessiert wäre, würde etwas falsch laufen.“ Allerdings betont der Ex-Wolfsberg-Coach auch: „Wir reden über ungelegte Eier. Mich hat niemand kontaktiert.“

Ähnliche Worte findet auch der langjährige FC-Tirol-Kapitän Michael Baur, der zuletzt in Grödig arbeitete: „Der FC Wacker ist immer interessant. Aber bei mir hat sich keiner gemeldet“, erklärt der 47-Jährige. Mit Heinz Peisch­l weilte auch ein anderer Tiroler Trainer zuletzt auffällig oft im Tivoli. Und auch eine deutsche Lösung (Ex-Dresden-Coach Ralf Loose?) scheint bei Hörtnagls Kontakten ins Land des Weltmeisters nicht unwahrscheinlich.

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