Suu Kyi verteidigt Tatenlosigkeit bei Schutz der Rohingya in Myanmar
Yangon (Rangun) (APA/dpa) - Myanmars neue Regierung braucht nach Angaben von Außenministerin Aung San Suu Kyi mehr Zeit, um sich der diskrim...
Yangon (Rangun) (APA/dpa) - Myanmars neue Regierung braucht nach Angaben von Außenministerin Aung San Suu Kyi mehr Zeit, um sich der diskriminierten muslimischen Minderheit der Rohingya anzunehmen. Nach einem Gespräch mit US-Außenminister John Kerry in der Hauptstadt Naypyidaw warb Suu Kyi am Sonntag um Verständnis.
„Wir brauchen genügend Raum, um das Problem zu lösen“, sagte sie. „Gefühlsgeladene Begriffe machen es schwierig, eine Lösung zu finden.“ Kerry drängte darauf, die Lage der Menschen zu verbessern.
Suu Kyi bezog sich darauf, dass die buddhistische Mehrheit und die Behörden die Bezeichnung „Rohingya“ für die Menschen ablehnen und die Menschen selbst sich gegen die Bezeichnung „Bengalen“ wehren. Rohingya suggeriert nach Meinung der Behörden, dass es sich um eine eigenständige Gruppe handelt, Bengalen soll dagegen nahelegen, dass die Menschen eigentlich in das benachbarte Bangladesch gehören.
Myanmars Behörden verweigern den Rohingya die Staatsangehörigkeit und wollen sie abschieben. Sie zwangen 140.000 nach Unruhen 2012 in Internierungslager. Tausende sind geflohen. Menschenrechtler kritisieren die Zustände dort als unmenschlich. Sie werfen Suu Kyi, nichts für die Menschen zu tun. Die überwältigende Mehrheit der Myanmarer lehnt die Rohingya ab.