Italien: Österreicherin soll ihr fünf Monate altes Baby erdrosselt haben
Das tote Kind lag zu Füßen der Eiche, an der sich die Frau erhängt hat.
Rom – Eine junge Österreicherin, die seit Freitagabend mit ihrem fünf Monate altem Sohn in der Nähe des Bolsena-Sees nahe Viterbo nördlich von Rom verschwunden war, ist tot aufgefunden worden.
Die Frau hatte sich am Freitagabend vom Campingplatz entfernt. Weil sie nicht zurückgekehrt war, schlug die Mutter Alarm. Tauchermannschaften durchkämmten daraufhin den See. Rettungseinheiten suchten mit Hunden nach der Österreicherin. Laut italienischen Carabinieri stammt die junge Frau aus Wien. Ihre Leichen wurde wurde schließlich 200 Meter vom Ufer des Sees entfernt entdeckt. Sie befinden sich in einem Krankenhaus nahe der Stadt Viterbo. Ursprünglich wurde in den Medien darüber spekuliert, dass die junge Frau ihr Kind erstochen habe. Nun geht man davon aus, dass sie ihren fünf Monate alten Sohn erdrosselte.
Die Carabinieri und die im Fall ermittelnden Staatsanwälte bestätigten auf jeden Fall den Selbstmord. Noch geprüft wird, ob sich auf der Leiche des Kindes Gewaltspuren befinden. „Es handelt sich um eine wahre Tragödie“, berichtete der Carabinieri-Leutnant Mauro Monte. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Mutter das Kind ermordet und sich dann das Leben genommen habe. Staatsanwältin Chiara Capezzuto dementierte, dass weitere Personen in den Fall verwickelt seien.
Die junge Frau war in Montefiascone mit ihrer Mutter auf einem Campingplatz in Urlaub. Diese hatte den Urlaub organisiert, um der Tochter zu helfen, die laut Medienberichten an einer Depression mit Suizidgedanken gelitten hatte, in die sie angeblich nach der Geburt des Sohnes gestürzt sei.
Der Bürgermeister von Montefiascone, Luciano Cimarello, erklärte sich erschüttert. „Wir hofften, die Frau lebend zu finden. Wir sind alle schockiert“, berichtete er. Die Rettungseinheiten hatten die Leiche mit Hilfe des Smartphones der Frau finden können, das eingeschaltet geblieben war. (APA, TT.com)