Aktivisten: Russische Jets griffen nordsyrische Stadt Aleppo an
Aleppo (APA/dpa) - Russlands Luftwaffe hat laut Aktivisten zum ersten Mal seit Beginn der Waffenruhe Ende Februar Rebellen in der nordsyrisc...
Aleppo (APA/dpa) - Russlands Luftwaffe hat laut Aktivisten zum ersten Mal seit Beginn der Waffenruhe Ende Februar Rebellen in der nordsyrischen Stadt Aleppo bombardiert. Russische und syrische Flugzeuge hätten im Norden der Stadt mehr als 40 Luftschläge auf die wichtigste Versorgungsroute der Regimegegner geflogen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag.
Für die meisten Angriffe sei Russland verantwortlich gewesen. Es habe sich um die heftigsten Bombardierungen seit Beginn der Waffenruhe gehandelt.
Die USA und Russland hatten sich im Februar auf die Feuerpause geeinigt. Sie ist seitdem immer wieder gebrochen worden. Aleppo ist in dem mehr als fünfjährigen Bürgerkrieg die umkämpfteste Region. Die Stadt ist zwischen Regime und Rebellen geteilt.
Die Armee und ihre Verbündeten versuchen seit Monaten, die von Regimegegnern gehaltenen Teil im Osten Aleppos von der Außenwelt abzuschneiden. Aus Protest gegen den Anstieg der Gewalt hat sich Syriens Opposition von den Genfer Friedensgesprächen zurückgezogen.