Österreich bekommt den neuen Bundespräsidenten erst einen Tag später

Wien (APA) - Die Österreicher erfahren mit Verspätung, wer ihr neuer Bundespräsident wird. Heute, Montag, werden die rund 700.000 Briefwahls...

Wien (APA) - Die Österreicher erfahren mit Verspätung, wer ihr neuer Bundespräsident wird. Heute, Montag, werden die rund 700.000 Briefwahlstimmen ausgezählt. Am frühen Abend soll feststehen, wer Heinz Fischer in die Hofburg folgt. Im vorläufigen Endergebnis vom Sonntag lag Norbert Hofer (FPÖ) mit 51,93 Prozent um 144.006 Stimmen vor Alexander Van der Bellen (Grün).

Die Hochrechner gehen davon aus, dass Van der Bellen diesen Rückstand mit den Briefwahlstimmen aufholt. Die Grünen schnitten bisher immer in der Briefwahl weit besser ab als in der Urnenwahl - während der Stimmenanteil der FPÖ mit der Einrechnung der Briefwahl immer etwas sank. Wer der achte gewählte Bundespräsident der Zweiten Republik wird, sollte Montag zwischen 17.00 und 19.00 Uhr feststehen. Damit gibt es de facto einen zweiten Wahltag. Die FPÖ bzw. das Van der Bellen-Komitee dürften sich darauf allerdings nicht vorbereitet haben: Von ihnen war am Sonntag noch nicht zu erfahren, was sie rund um die Veröffentlichung des vollständigen Wahlergebnisses planen.