Europäische Schiffbaustudenten gehen auf der Donauinsel ins Rennen

Wien (APA) - Wien ist heuer erstmals Austragungsort der International Waterbike Regatta (26. bis 28. Mai). Dabei treten Schiffbaustudenten a...

Wien (APA) - Wien ist heuer erstmals Austragungsort der International Waterbike Regatta (26. bis 28. Mai). Dabei treten Schiffbaustudenten aus ganz Europa mit ihren selbst konstruierten und komplett selbst gebauten Tretbooten auf der Donauinsel (Steinspornbrücke) gegeneinander an. 20 Teams mit 43 Booten gehen an den Start. Aus Österreich kommen fünf Mannschaften mit insgesamt neun Konstruktionen.

Technikfreaks mit für Laien teils abenteuerlich anmutenden Booten können sich bei dieser Regatta seit 1980 alljährlich in den verschiedensten Disziplinen messen - auf dem Programm des nunmehr 37. internationalen Tretbootrennens (www.iwr2016.at) stehen an den drei Tagen von Donnerstag bis Samstag unter anderem 100 Meter Sprint, eine Stunde Langstrecke, zehn Meter Beschleunigung und 100 Meter Slalom. Die Bewerbe werden mit Tragflügelbooten, Katamaranen, Trimaranen sowie mit Propeller-, Schaufelrad- und Luftschraubenantrieben aus Deutschland, Holland, Kroatien, Russland, Polen und der Türkei bewältigt. Seit 2011 dürfen neben Universitäten auch Fachhochschulen und HTL an dem Event teilnehmen.

Unter den fünf österreichischen Teams finden sich neben der Wiener Fachhochschule tgm Wexstraße, zwei HTL aus Wien (10. und 3. Bezirk), die HTL Mödling und - außer Konkurrenz - auch die letzten Absolventen des hierzulande mittlerweile historischen Studiums Schiffbau, das an der Technischen Universität Wien nur bis Ende der 1990er-Jahre als Maschinenbau-Spezialisierung im Lehrangebot war. Dieses Absolvententeam namens Alumni TU Wien geht mit seiner Konstruktion „Hydrodynamosaurus Austriacus“ - einem sechs Meter langen Kohlefaser-Leichtbauboot mit zwei Schaufelrädern, einem Getriebe aus Flugzeugbau-Aluminium und einem Rumpf in Sandwichwabenkonstruktion - ins Rennen, mit dem es in den 1990ern europaweit fast alle Wettkämpfe gewann.

„Als wir gehört haben, dass das Rennen heuer erstmals in Österreich stattfindet, haben wir unser Boot, das seit fast zwei Jahrzehnten auf einem Dachboden am Mondsee eingemottet ist, spaßhalber spontan reaktiviert - wir wollen wissen, ob sich in der Tretboottechnologie Wesentliches getan hat“, sagte Mannschaftsmitglied Markus Schneeberger zur APA. Zuletzt hatten die Schiffbauingenieure aus Österreich, die längst in alle Winde verstreut berufstätig sind, 1996 an der International Waterbike Regatta in Bremen teilgenommen. Mit im Team ist auch Ex-Olympiasegler Florian Schneeberger.


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