Europas Leitbörsen schwächer

Europa-weit (APA/dpa-AFX) - Dem europäischen Aktienmarkt ist am Donnerstag nach seinem jüngsten Zwischenspurt die Luft ausgegangen. Der Euro...

Europa-weit (APA/dpa-AFX) - Dem europäischen Aktienmarkt ist am Donnerstag nach seinem jüngsten Zwischenspurt die Luft ausgegangen. Der EuroStoxx 50 fiel am Vormittag um 0,16 Prozent auf 3.056,61 Punkte. Zur Wochenmitte war der Leitindex der Eurozone noch auf den höchsten Stand seit Ende April geklettert.

Der Cac-40-Index in Paris büßte am Donnerstag 0,05 Prozent auf 4.479,37 Zähler ein, und der britische Leitindex FTSE 100 trat bei 6.263,60 Punkten nahezu auf der Stelle.

Die jüngste Aufwärtsbewegung sei unter anderem von den Ölpreisen gestützt worden, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. So setzte etwa die Nordseeölsorte Brent ihren jüngsten Höhenflug auch am Donnerstag fort und überwand die psychologisch wichtige Marke von 50 US-Dollar (44,86 Euro).

Nach Einschätzung von Erlam machten dennoch viele Investoren am Aktienmarkt nun zunächst einmal Kasse. Es müsse sich erst noch zeigen, ob der Markt die Kraft habe, an die Rally der vergangenen Tage anzuknüpfen. Schließlich stünden in den kommenden Wochen mit der Abstimmung über einen EU-Austritt Großbritanniens und einer möglicherweise zeitnahen Leitzinserhöhung in den USA zwei größere Risikoereignisse auf der Agenda.

Im europäischen Branchentableau war der Index der Bankenwerte das Schlusslicht. Er fiel nach seinem zuletzt starken Lauf um mehr als ein Prozent. Die Anteilsscheine von Banken waren denn auch unter den größten Verlierern im EuroStoxx. Die Papiere des italienischen Finanzkonzerns UniCredit büßten mehr als vier Prozent ein und die Aktien der spanischen Banco Santander verbilligten sich um mehr als zwei Prozent.

Aktien von Rohstoffkonzernen waren hingegen gefragt. Ihr Branchenindex stieg im Sog höherer Rohstoffpreise um rund zweieinhalb Prozent. Stahlwerte profitierten zudem von der Hoffnung auf einen besseren Schutz vor der Billigkonkurrenz aus China. So bekräftigte die Europäische Union, sich stärker gegen billige Stahlprodukte aus dem Land schützen zu wollen.

Die Papiere des Stahlproduzenten ArcelorMittal schnellten - auch getrieben von einem positiven Analystenkommentar der US-Investmentbank Goldman Sachs - um mehr als sechs Prozent nach oben.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA153 2016-05-26/12:09


Kommentieren