Sberbank-Chef Gref will nicht zurück in die Politik

Moskau (APA/dpa) - Mit der Politik hat der russische Wirtschaftsreformer German Gref (52) nach eigenen Worten abgeschlossen. „Ich war 16 Jah...

Moskau (APA/dpa) - Mit der Politik hat der russische Wirtschaftsreformer German Gref (52) nach eigenen Worten abgeschlossen. „Ich war 16 Jahre in der Politik. Mir gefällt es im Geschäftsleben“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Sberbank in Moskau der dpa. Der Jurist, geboren 1964 in Pawlodar in der damaligen Sowjetrepublik Kasachstan, ist der einzige Russlanddeutsche in der russischen Führung.

Gref machte Karriere in St. Petersburg, wo er den späteren Präsidenten Wladimir Putin kennenlernte. Dieser machte ihn 2000 zum Wirtschaftsminister. 2007 wechselte Gref an die Spitze von Russlands größtem Geldhaus Sberbank. Für schnelle Autos hatte er schon immer etwas übrig, derzeit schwärmt er für sein modernes Elektroauto.

Die russische Sberbank war nur zu ihren Anfängen im 19. Jahrhundert eine Sparkasse wie in Deutschland. Nach vielen Wandlungen ist sie heute Russlands größte Geschäftsbank. „Von einer Sparkasse im herkömmlichen Sinn ist nur das größte Netz im Land geblieben mit 16.000 Filialen“, sagt Vorstandschef German Gref.

Ende 2015 lag die Bilanzsumme bei umgerechnet 288,5 Mrd. Euro. Die Sberbank macht etwa ein Drittel des Bankensektors in Russland aus. Sie hat nach eigenen Angaben 137 Millinen Privatkunden und 1,1 Millionen Firmenkunden in 22 Ländern. Der russische Staat hält über die Zentralbank 50 Prozent plus eine Aktie an der Sberbank. Gref würde den Anteil gern auf 25 Prozent reduzieren.

~ ISIN RU0009029540 WEB http://www.sberbank.at ~ APA064 2016-05-29/10:16


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