Hitlers Aphrodite kann im Linzer Stadtmuseum verräumt bleiben

Linz (APA) - Das Bundesdenkmalamt hat der Stadt Linz per Bescheid zugestanden, die Aphrodite-Statue, ein ungeliebtes Geschenk von Adolf Hitl...

Linz (APA) - Das Bundesdenkmalamt hat der Stadt Linz per Bescheid zugestanden, die Aphrodite-Statue, ein ungeliebtes Geschenk von Adolf Hitler, auch in den nächsten fünf Jahren im Keller des Stadtmuseums Nordico lagern zu dürfen. Das teilte die regierende SPÖ am Montag in einer Presseaussendung mit. Nach Ablauf der ersten Frist wollte die ÖVP die Figur wieder ans Tageslicht holen.

Im April wurde der entsprechende schwarze Dringlichkeitsantrag „zur aktiven Erinnerungskultur“ dem Kulturausschuss zugewiesen. Eine Arbeitsgruppe soll eine Wiederaufstellung im öffentlichen Raum und begleitende Vermittlungsprojekte prüfen. Die SPÖ steht skeptisch dazu, FPÖ und NEOS begrüßen den Vorstoß.

Seit 1942 stand die Liebesgöttin in einem Säulenpavillon im Bauernbergpark. 2008 stießen Studenten der Kunstuniversität auf die belastete Vergangenheit der Bronzefigur des mecklenburgischen Bildhauers und NSDAP-Mitgliedes Wilhelm Wandschneider. Daraufhin ließ der damalige Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) unter Protest der ÖVP die Aphrodite aus dem Park entfernen. Gut verpackt liegt sie seitdem im Keller des Stadtmuseums Nordico. Das Bundesdenkmalamt bestätigte jetzt den Antrag der Stadt, dass sie auch für die nächsten fünf Jahre dort verwahrt bleiben darf.


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