Zensur bei Aufführung von „Les Miserables“ in Singapur

Singapur (APA/dpa) - Im südostasiatischen Stadtstaat Singapur ist ein Kuss zwischen zwei männlichen Darstellern in einer Version des Musical...

Singapur (APA/dpa) - Im südostasiatischen Stadtstaat Singapur ist ein Kuss zwischen zwei männlichen Darstellern in einer Version des Musicals „Les Miserables“ vom Zensor moniert worden. Die Showveranstalter strichen den Kuss, um Sanktionen der Medienbehörde zu umgehen, wie der Promoter Moses Lye berichtete. Künstler reagierten empört.

Es gebe zwar „stolzen Konservatismus“, aber die Linie zur einem Statement darüber, „was für verschlafene Kulturbanausen wir sind“, sei schmal, schrieb der Dramatiker Alfian Sa‘at auf Facebook. „Leider haben wir diese Linie überschritten.“

Homosexualität ist in dem kleinen reichen Stadtstaat verboten. Die Behörden ergreifen allerdings keine Strafmaßnahmen gegen gleichgeschlechtliche Paare, wie sie betonen. Die beanstandete Szene kommt im Lied „Beggars at the Feast“ vor. Dort nennt ein Mann einen Gast „queer“ - schwul - und küsst ihn dabei auf den Mund.

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