Papst bei Welternährungsprogramm: Appell für „Null-Hunger“-Ziel

Vatikanstadt (APA) - Der Papst hat am Montag an der Jahresversammlung des Exekutivrats des Welternährungsprogramms (WFP) am Sitz der UNO-Wel...

Vatikanstadt (APA) - Der Papst hat am Montag an der Jahresversammlung des Exekutivrats des Welternährungsprogramms (WFP) am Sitz der UNO-Welternährungsorganisation FAO in Rom teilgenommen. Dabei richtete er einen Appell an die Staaten für mehr Engagement für das Ziel von „Null Hunger“ zu kämpfen.

In seiner Ansprache warnte der Papst vor Abstumpfung. „Schritt für Schritt werden wir immun gegen die Tragödien der anderen und bewerten sie als ‚natürlich‘. Es sind so viele Bilder, die auf uns eindringen, dass wir den Schmerz sehen, ihn aber nicht spüren“, meinte der Papst in seiner Ansprache. Es sei notwendig, aufzuhören Elend als eine der vielen Gegebenheiten der Realität anzunehmen.

Franziskus warnte vor der Gefahr, den Schmerz der Mitmenschen zu „bürokratisieren“. „Die Bürokratien beschäftigen sich mit Akten; das Mitgefühl hingegen setzt sich persönlich für die Menschen ein. Ich glaube, dass wir in dieser Hinsicht noch viel zu tun haben“, erklärte der Heilige Vater.

Der Mangel an Lebensmitteln sei nichts Natürliches. „Dass heute, mitten im 21. Jahrhundert, viele Menschen unter dieser Geißel leiden, ist auf eine egoistische und schlechte Verteilung der Ressourcen zurückzuführen, auf eine ‚Kommerzialisierung‘ der Lebensmittel“, erklärte der Papst. Er warnte vor „Konsumismus“, der unsere Gesellschaften an Überfluss und an die tägliche Verschwendung von Lebensmitteln gewöhnt habe. „Dennoch wird es uns gut tun, uns daran zu erinnern, dass die Nahrung, die man verschwendet, gleichsam vom Tisch des Armen, von dem, der Hunger hat, gestohlen ist“, meinte Franziskus.

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