Die „Fleck“ hat bald ausgedient
Nach 32 Jahren tauscht die Bergbahn Kitzbühel die Fleckalmbahn in Kirchberg aus. Eine 10er-Gondel ist geplant.
Von Harald Angerer
Kitzbühel, Kirchberg –Sie ist schon von Weitem zu sehen und ist ein wichtiger Zubringer in das Kitzbüheler Skigebiet. Die „Fleck“, wie die Fleckalmbahn genannt wird, im Kirchberger Ortsteil Klausen bringt die Gäste aus dem nächtigungsstarken Kirchberg auf die Ehrenbachhöhe – und das seit nunmehr 32 Jahren. Nun hat sie ausgedient. Mit 305.000 Zutritten und 603.000 Beförderungen im Winter 15/16 ist die Fleckalmbahn die zweitstärkste Anlage im Gebiet nach der Hahnenkammbahn.
Schon seit einigen Jahren ist die Bergbahn Kitzbühel mit der Planung der Fleckalmbahn neu beschäftigt. „Die derzeitige Trasse der Fleckalmbahn ist leider sehr windanfällig. Wir haben deshalb eine Trassenführung gesucht, mit der wir dem Wind etwas ausweichen können“, schildert Josef Burger, Vorstand der Bergbahn Kitzbühel. Diese wurde nun gefunden. So soll die Talstation auf die östliche Seite des Parkplatzes und etwas bergwärts rücken und die Bergstation wird zur Ochsalmbahn-Bergstation verlegt. „Das haben wir schon beim Bau der Ochsalmbahn miteingeplant“, erklärt Burger.
Mit den Grundstücksbesitzern wurden bereits Vorgespräche geführt, hier gebe es laut Burger sehr positive Signale. Die Verhandlungen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, ebenso wie alle notwendigen Umweltverfahren. Der Baustart für die 10er-Gondelbahn ist im Frühjahr 2017 geplant mit einer Inbetriebnahme im Winter 2017/18. Zudem soll auch die Parkgarage erneuert werden. „Ein großes Projekt“, wie Burger sagt, nach derzeitigem Stand wird die neue Bahn mit der Parkgarage 35 Millionen Euro kosten.
Für die alte Fleckalmbahn hat sich die Bergbahn schon jetzt ein würdiges Ende überlegt. Sie kann bei den Fans der Bahn weiterleben, denn die Gondeln werden verkauft. Jede Gondel ist mit einer Länderkennung versehen, schon jetzt kann man sich eine solche Gondel auf der Homepage der Bergbahn Kitzbühel sichern. Für 900 Euro werden die Gondeln dann im Frühjahr 2017 ihrem neuen Besitzer übergeben. 60 davon sind bereits verkauft.