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Volvos Wellness-Grundlage gedeiht

Elegant, modern motorisiert, mit vorbildlicher Sicherheitsausstattung versehen: der Kombi V90...
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Die skalierbare Produktarchitektur, kurz SPA, stellt einerseits die Basis für den stark nachgefragten XC90 der zweiten Generation, andererseits für das neue, im Oktober startende Oberklasse-Duo S90 und V90.

Von Markus Höscheler

Málaga –Saunafans, Dampfbadsitzer und Massage-Anbeter kennen das Kürzel SPA, mit dem viele Hotels und Freizeiteinrichtungen Entspannungshungrige verwöhnen wollen. Volvo hat, vielleicht in Wikinger-Manier, das bedeutungsvolle Buchstaben-Trio gekapert und verwendet ihn seit 2013 für eine technische Entwicklung, die allmählich Früchte trägt. Die skalierbare Produktarchitektur (SPA) ist eine von zwei neu kreierten Plattformen, auf der neue Generationen von Baureihen entstehen. Den Anfang machte das vor knapp zwei Jahren vorgestellte Sport Utility Vehicle XC90, für die Fortsetzung bringen sich eine Oberklasse-Limousine und ein geräumiger Kombi in Stellung. Der S90 und der V90, beide mehr als 4,9 Meterlang, folgen dem V70 und dem S80 nach, allerdings mit einer frischeren Formensprache und einer innovativeren technischen Ausstattung. Erwartungsgemäß prägen klaren Linien und Flächen die Karosserien, unter der Motorhaube dürfen die neuesten Aggregate der Schweden jene Stärken zeigen, die schon im XC90 beeindrucken. Einmal mehr macht Volvo deutlich, dass das Unternehmen größere Hubräume und die Verwendung von mehr als vier Zylindern scheut wie herkömmliche Vampire das Tageslicht, das Kruzifix und den Knoblauch.

Der Verzicht auf das große Volumen geht aber glücklicherweise einher mit dem Bekenntnis zu satter Leistung. Die Anfügung von Turboladern und Kompressoren gehört ebenso zur Trickkiste der Nordmänner wie das Power-Pulse-Verfahren, das in diesem Fall beim stärkeren Diesel seinen Vorteil ausspielen darf. Dank einer Art Vorspannung kann sich der Turbolader rascher entfalten, was zu einem raschen Ansprechen führt. Damit bewehrt ist der 235 PS starke Selbstzünder, den es wie den 190 PS starken Diesel zum Marktstart im Oktober gibt. Der zuerst genannte Ölbrenner ist mit Allrad kombiniert, die etwas schwächere Variante muss mit Vorderradantrieb das Auskommen finden.

...und die Limousine S90.
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Wie bei den Dieseln handelt es sich bei den zusätzlich angebotenen Benzinern um aufgeladene Vierzylinder: Hier bieten sich ein 254 PS starker Basis-Ottomotor in Verbindung mit Frontantrieb und eine Allradvariante mit 320 PS an. Auch diese Triebwerke sind von Anfang an verfügbar – im Gegensatz zu den zwei anderen Versionen: einem 150 PS starken Basisdiesel D3 und einem Plug-in-Hybriden namens T8 Twin Engine, der 407 PS leistet, 640 Newtonmeter maximales Drehmoment generiert und dennoch (auf dem Prüfstand) nur 2,1 Liter Treibstoff je 100 Kilometer benötigt. Das kommt einem CO2-Ausstoß von lediglich 44 Gramm gleich. Volvo wird den D3 und den T8 wohl nach Jahreswechsel nachreichen, bis dahin können aber schon die konventionellen Aggregate mit ihren Talenten überzeugen. Bei ersten Erprobungsrunden in Andalusien zeigte sich der D5 von seiner besten Seite, zelebrierte hohe Laufkultur, zügiges Ansprechen und anhaltenden Durchzug bis in höhere Drehzahlregionen. Das Fahrwerk erwies sich als austariert, die Lenkung als überaus präzise und direkt – was bisher keine Stärke von Volvo war. Wie sehr der Hersteller von seiner Tradition jedoch zerrt, offenbart sich an anderer Stelle: bei der Sicherheit. Einmal mehr haben die Techniker dazugelernt und etwa das bestehende City-Safety-Programm um eine Wildtier­erkennung erweitert und ein teilautonom fahrendes System ins Repertoire aufgenommen. Den S90 mit 150-PS-Diesel bietet Volvo ab 39.800 Euro an, den V90 ab 42.500 Euro. Dafür gibt es SPA vom Feinsten.