Imst

Zehn Prozent mehr für Mandatare

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Imst – Kontroversiell diskutierte der Imster Gemeinderat die Erhöhung der Aufwandsentschädigungen der Mandatare im Imster Gemeinderat ab 1. ...

Imst –Kontroversiell diskutierte der Imster Gemeinderat die Erhöhung der Aufwandsentschädigungen der Mandatare im Imster Gemeinderat ab 1. Juli. Der Finanzausschuss brachte einen entsprechenden Antrag ein, die Bezüge um zehn Prozent aufzustocken. Ein Gemeinderat ohne Funktion verdient bisher 246 Euro netto, einer mit Funktion 472 Euro, ein Stadtrat 708 Euro und ein Vizebürgermeister 1023 Euro. Die Entschädigungen werden 14-mal ausgezahlt.

2009 verzichtete der Imster Gemeinderat angesichts der Wirtschaftskrise auf zehn Prozent, erklärte Finanzreferent und Vizebürgermeister Gebhard Mantl den Hintergrund des Antrags.

Keine Freude hatte Gemeinderat Helmuth Gstrein von der Initiative für Imst. Er rechnete vor, was man sich in den letzten sechs Jahren erspart hätte: nämlich 85.000 Euro. „Die Gemeindevertretung ist ein Ehrenamt, kein Erwerb. Die Feuerwehr macht so etwas unentgeltlich.“ Es sei ein schlechtes Signal, wenn man die Aufwandsentschädigungen erhöhe.

Mantl erinnerte an den freiwilligen Verzicht der Mandatare. Von der Obergrenze der Entschädigungen, die im Tiroler Gemeinde-Bezügegesetz festgelegt ist, sei Imst weit weg. Tatsächlich verdient ein Imster Gemeinderat laut Mantl weniger, als in anderen Städten ausbezahlt werde.

Von einem „schlechten Bild“ sprach hingegen Vincenzo Diana (SPÖ), und Andrea Jäger (IFI) erklärte: „Mir ist lieber, wir bleiben bescheiden.“ Auch Grünen-GR Helmut ­Knabl war eher überrascht, dass man als Gemeinderat überhaupt eine Entschädigung bekommt. Die Abstimmung über die Erhöhung ging dann mit 14 Ja- und fünf Neinstimmen aus. (mr)

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